Hallendorf (Salzgitter)

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52.154510.3765101Koordinaten: 52° 9′ 16″ N, 10° 22′ 35″ O

Hallendorf
Ortswappen von Salzgitter-Hallendorf
Höhe: 101 m
Fläche: 3,4 km²
Einwohner: 1546 (31. Dez. 2013)
Eingemeindung: 1. April 1942
Eingemeindet nach: Watenstedt-Salzgitter
Postleitzahl: 38229
Vorwahl: 05341
Karte

Lage von Hallendorf in Salzgitter

Hallendorf ist einer der insgesamt 31 Stadtteile der kreisfreien Stadt Salzgitter in Niedersachsen. Er liegt in der Ortschaft Ost und ist eine der größeren Ortschaften der Stadt Salzgitter.

Geschichte und Gemeinschaftsleben[Bearbeiten]

Hallendorf gehörte bis zum 31. März 1942 zum Landkreis Wolfenbüttel und wurde durch einen Verwaltungsakt am 1. April 1942 ein Teil der Großstadt Watenstedt-Salzgitter. Am 23. Januar 1951 wurde diese amtlich in Salzgitter umbenannt.

Hallendorf ist, wie die meisten Ortschaften Salzgitters, umgeben von landwirtschaftlichen Gebieten. Direkt am Rand von Hallendorf sind die Stahlwerke Salzgitter angesiedelt. Diese zählen zu einem der größten Schwerindustriegebiete Deutschlands.

Es gibt in Hallendorf eine eigene Grundschule und einen Evangelischen Kindergarten. Die Beschützenden Werkstätten im Ort sind eine Einrichtung für Menschen mit Behinderungen.

Im Dritten Reich stand in Hallendorf das sogenannte Arbeitserziehungslager Hallendorf.[1]

Politik[Bearbeiten]

Hauptartikel: Ortschaft Ost

Wappen[Bearbeiten]

Das Kreuz steht für die steinernen Sühnekreuze, die einst am Dorfrand aufgestellt waren und die heute vor der Kirche stehen. Daneben symbolisiert es den Einfluss, den kirchliche Einrichtungen jahrhundertelang auf das Dorf ausgeübt haben und dass diese lange zu den Grundherren des Dorfes gehörten. Der Giebel über dem Kreuz stellt ein Dach oder auch Haus dar und versinnbildlicht so den Begriff Dorf im Ortsnamen. Blau-Gelb waren seit 1748 die Farben des Herzogtums und Freistaates Braunschweig, dem Hallendorf lange angehörte.

Das Wappen wurde auf einer Versammlung der Repräsentanten aller örtlichen Vereine am 25. Oktober 1994 als Ortswappen von Salzgitter-Hallendorf angenommen.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Quellen: Die Bevölkerungszahlen von 1821 bis 2000 basieren auf dem Statistischen Jahrbuch des Referats für Wirtschaft und Statistik der Stadt Salzgitter.[3] Die Bevölkerungsstatistik ab 2001 basiert auf den statistischen Monatsberichten der Stadt Salzgitter (Einwohner mit Hauptwohnsitz) gemäß Melderegister zum Monatsende Dezember.[4]

Religionen[Bearbeiten]

Evangelische Kirche von Hallendorf
Katholische Heilig Geist-Kirche von Hallendorf

In Hallendorf befinden sich eine evangelische Kirche und die katholische Kirche Heilig Geist.

Evangelische Kirchengemeinde[Bearbeiten]

Der erste Bau der evangelischen Kirche wurde Anfang des 14. Jahrhunderts erstellt. 1568 führte Herzog Julius die Reformation ein. Zwischen 1798 und 1802 wurde das Kirchengebäude vergrößert und erhielt das jetzige Aussehen. Die Kirchengemeinde gehört zur Propstei Salzgitter-Lebenstedt und bildet zusammen mit Salzgitter-Watenstedt den Pfarrverband Hallendorf.

Katholische Kirchengemeinde[Bearbeiten]

Eine katholische Gemeinde gibt es in Hallendorf erst seit 1940. Anfänglich fanden die Gottesdienste in der Watenstedter Kirche statt, später in einem örtlichen Gasthaus. Nach 1945 wurde eine alte Baracke für die Gottesdienste genutzt. Pfingsten 1962 wurde das neue Kirchengebäude geweiht. Die Heilig Geist-Kirche ist seit 2006 Filialkirche der Pfarrgemeinde St. Bernward in Salzgitter-Thiede.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Fred Rosenberger: Salzgitter-Bad im Wandel der Zeit. 2. Auflage. Band II, Geiger-Verlag, Horb am Neckar 2002, ISBN 9783892645351, S. 57.
  2.  Arnold Rabbow: Neues Braunschweigisches Wappenbuch. Braunschweiger Zeitungsverlag, 2003, ISBN 3-926701-59-5, S. 36.
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatReferat für Wirtschaft und Statistik: Statistisches Jahrbuch 2010. Stadt Salzgitter, 26. März 2012, S. 31–108, abgerufen am 15. Januar 2013 (Gesamtzahl Wohnberechtigter (Haupt- und Nebenwohnsitz) © Stadt Salzgitter).
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatReferat für Wirtschaft und Statistik: Statistische Monatsberichte der Stadt Salzgitter. Stadt Salzgitter, abgerufen am 15. Januar 2014 (Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung © Stadt Salzgitter).