Hals- und Beinbruch
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Die Redewendung Hals- und Beinbruch stellt eine Verballhornung eines ursprünglich jiddischen Ausdrucks dar und bedeutet eigentlich Viel Glück als Wunsch an jemanden, dem eine Prüfung oder eine nicht leicht zu bewältigende Aufgabe bevorsteht.
Die jiddische Form „hatslokhe u brokhe“ des als Glück- und Segenswunsch (besonders bei Geschäftsabschlüssen) benutzten Ausdrucks mit der Bedeutung „Erfolg (Glück) und Segen“ leitet sich von „hazlacha uwracha“ (IPA: [hatsla'xa uvra'xa], hebr. הצלחה וברכה) aus dem Hebräischen ab - von lehazliach (IPA: [lehats'liax]) = "gelingen lassen" und lewarech (IPA: [leva'rex]) = "segnen"). Möglicherweise wurden diese Worte von deutschsprachigen Zuhörern als Hals- und Beinbruch verstanden.[1]
Eine andere Erklärung könnte auf eine Vorstellung zurückgeführt werden, nach der die Schicksalsmächte gute Wünsche mit Vorliebe ins Gegenteil verkehren. Man kehrt also bereits die eigene Wunschäußerung um, um das Schicksal auszutricksen.[2]
Die englische Redewendung „break a leg“ stammt möglicherweise aus der Übersetzung des deutschen „Hals- und Beinbruch“. Im Deutschen dürfte es sich bei den gleichbedeutenden Jargonausdrücken „Mast- und Schotbruch“ (Seefahrt), "Holm- und Rippenbruch" (Luftfahrt) sowie „Kopf- und Bauchschuss“ (Militär) um Parallelbildungen oder Verballhornungen zweiter Ordnung handeln.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Knaur: Wörterbuch, 1985
- ↑ Der Brockhaus in Text und Bild Edition 2002; © 2002 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG

