Hansjörg Schneider (Dramatiker)

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Hansjörg Schneider (* 27. März 1938 in Aarau) ist ein Schweizer Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Schneider wuchs in Zofingen auf und studierte an der Universität Basel Germanistik, Geschichte und Psychologie. Er promovierte 1966 und arbeitete zunächst als Lehrer und Journalist sowie als Regieassistent am Theater Basel. Schneider hat zahlreiche Theaterstücke sowie Romane und Erzählungen verfasst. In letzter Zeit ist er mit seinen Kommissär Hunkeler-Krimis einem breiteren Publikum bekannt geworden.

Die Figur des Basler Kriminalkommissärs Hunkeler weist autobiografische Züge auf: Hunkeler wie Schneider sind in Aarau geboren und leben nun im Basler Ring-Quartier, wo sie die gleichen Stammlokale besuchen. Weiter teilen sie auch ihre linksliberale Gesinnung und einen ausgeprägten Hang zum genauen Beobachten und Beschreiben. Anders als Hunkeler ist Schneider seit 1997 verwitwet.[1]

Preise[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

Prosawerke[Bearbeiten]

  • Leköb. Erzählungen. Taucher, Stuttgart 1970
  • Die Ansichtskarte. Erzählung. Benziger, Zürich 1972
  • Die Schlummermutter. Das Leben und die Ansichten einer alten Frau aufgezeichnet von H.S. Gute Schriften, Basel 1973
  • Der Bub. Roman. Lenos (Litprint 68), Basel 1976
  • Lieber Leo. Roman. Benziger, Zürich 1980
  • Ein anderes Land. Geschichten. Ammann, Zürich 1982
  • Wüstenwind. Notizen November 1982 – April 1983. Limmat, Zürich 1984
  • Heimkehr in die Fremde. Reportagen. Limmat, Zürich 1986
  • Der Wels. Roman. Nagel & Kimche, Zürich 1988
  • Das Wasserzeichen. Roman. Ammann, Zürich 1997
  • Nachtbuch für Astrid. Von der Liebe, vom Sterben, vom Tod und von der Trauer darüber, den geliebten Menschen verloren zu haben. Ammann, Zürich 2000
  • Im Café und auf der Straße. Geschichten. Ammann, Zürich 2002
  • Leköb und Distra. Eine Lebens- und eine Liebesgeschichte. Ammann, Zürich 2009
  • Nilpferde unter dem Haus. Erinnerungen, Träume. Diogenes, Zürich 2012

Kommissär-Hunkeler-Reihe[Bearbeiten]

Die ersten sieben Bände sind zuerst als Hardcover im Ammann Verlag, dann als Taschenbuch bei Bastei-Lübbe erschienen; den neusten Band gab der Diogenes Verlag heraus. Sechs Hunkeler-Romane wurden vom Schweizer Fernsehen mit Mathias Gnädinger in der Titelrolle verfilmt.

  • Silberkiesel, 1993 (verfilmt 2010 als Silberkiesel – Hunkeler tritt ab)
  • Flattermann, 1995
  • Das Paar im Kahn, 1999 (verfilmt 2004)
  • Tod einer Ärztin, 2001 (verfilmt 2004)
  • Hunkeler macht Sachen, 2004 (verfilmt 2007)
  • Hunkeler und der Fall Livius, 2007 (verfilmt 2009)
  • Hunkeler und die goldene Hand, 2008
  • Hunkeler und die Augen des Ödipus, 2010[2] (verfilmt 2012)

Theaterstücke[Bearbeiten]

  • Robinson lernt tanzen. Ein Stück für Kinder. In: 3mal Kindertheater, Band 5. Verlag der Autoren, Frankfurt am Main 1975, S. 67–105
  • Stücke 1: Sennentuntschi. Der Erfinder. Der Schütze Tell. Nachtmaschine, Basel 1980
  • Der liebe Augustin. Schauspiel in sechs Bildern. Ammann, Zürich 1983
  • Stücke 2: Brod und Wein. Der Brand von Uster. Das Kalbsfell. Nachtmaschine, Basel 1985
  • Die Bremer Stadtmusikanten unter der Brücke. In: Theaterwerkstatt für Jugendliche und Kinder, hg. von Ruth Schneider und Paul Schorno. Lenos, Basel 1985, S. 283–329
  • Die schwarze Spinne. Frei nach der Erzählung von Jeremias Gotthelf. Edition Erpf bei Neptun, Kreuzlingen 1988
  • Das kalte Herz. Märchenstück, frei nach der Erzählung von Wilhelm Hauff. Verlag der Autoren, Frankfurt am Main 1994
  • Der Irrläufer. Verlag der Autoren, Frankfurt am Main 1995
  • Das Fähnlein der sieben Aufrechten. Frei nach der Erzählung von Gottfried Keller. Theatermanuskript, Landschaftstheater Ballenberg 1999
  • Erwin und Philomene. Verlag der Autoren, Frankfurt am Main 2000
  • Looslis Kinder. UA: Stadttheater Bern, 29. April 2012

Libretto[Bearbeiten]

  • Die schwarze Spinne. Musikalisch-dramatische Erzählung (Oper). Musik (1982): Rudolf Kelterborn. UA (als Fernsehoper) Zürich 1984

Varia[Bearbeiten]

  • Geschichten und Gedichte. Eigenverlag, Binningen 1965
  • Jakob van Hoddis: ein Beitrag zur Erforschung des Expressionismus, Diss. Basel 1966

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. Nachtbuch für Astrid (Leseprobe).
  2. Diogenes, Zürich 2010, ISBN 978-3-257-06761-3