Hartmut Heinrich

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Hartmut Heinrich (* 5. März 1952 in Northeim) ist ein deutscher Meeresgeologe und Klimatologe.

Heinrich ist im Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie in Hamburg in der Abteilung für Meereskunde tätig. Seit 1. November 2006 leitet er dort als Direktor und Professor das Referat „Physik des Meeres“.[1] 1988 beschrieb er plötzlich auftretende Klimaschwankungen im Lauf der Erdgeschichte, die nach ihm als Heinrich-Ereignisse benannt wurden.

Heinrich studierte an der Universität Göttingen Geologie und promovierte an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel im Fach Meeresgeologie. Die Entdeckung der nach ihm benannten Heinrich events – Phasen massiven Eisausstoßes von den kontinentalen Eisschilden, durch die das globale Klima stark beeinflusst wird - wurde durch die späteren Untersuchungen im grönländischen Inlandseis nach der Erbohrung des GRIP-Eiskerns bestätigt. Dr. Heinrich warnt vor den Folgen der Globalen Erwärmung, die sprunghaft eintreten können und weit größere Auswirkungen auf Schifffahrt und Bevölkerung haben könnten, als bisher angenommen.[2]

Ausgewählte Arbeiten[Bearbeiten]

  • H. Heinrich: Origin and consequences of cyclic ice rafting in the northeast Atlantic Ocean during the past 130,000 years. Quaternary Research 29, S. 142-152, 1988
  • G. C. Bond, H. Heinrich, W. S. Broecker, L. Labeyrie, J. McManus, J. Andrews, S. Huon, R. Jantschik, S. Clasen, C. Simet, K. Tedesco, M. Klas, G. Bonani und S. Ivy: Evidence for massive discharges of icebergs into the North Atlantic ocean during the last glacial period. Nature, 360, S. 245-249, 1992

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pressemeldung des BSH vom 30. Oktober 2006 (Online-Archiv des BSH)
  2. Angelika Hillmer, Chris Höfner: Supercomputer für Hamburgs Klimaforscher. Artikel in der Hamburger Abendzeitung v. 13. März 2007 (Online-Fassung)