Hausente

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Weiße Indische Laufenten (Anas platyrhynchos f. domestica)
Warzenente (Cairina moschata momelanotus)
Pommernenten im Schlossgarten Schwerin
Verwilderte Hausenten

Die Hausente ist ein Haustier und wird als Heim- und Nutztier gehalten. Die Stammform der Hausente ist die Stockente (Anas platyrhynchos).[1]

Rassen und Arten[Bearbeiten]

Hausenten können verschiedenen Rassen angehören. Die verbreitetste ist die Pekingente. In Asien hat die Entendomestikation Hausentenformen mit steiler Körperhaltung, die Pinguinenten, hervorgebracht. Aus ihnen entstanden die Entenrassen mit aufrechtem Körper, wie die Indische Laufente.

Daneben wird auch die aus Südamerika stammende Warzenente, eine Zuchtform der Moschusente (Cairina moschata), als Haustier gehalten. Warzenenten werden als Flugenten gehandelt. Aus Frankreich stammt die Bezeichnung Barbarie-Enten. Ihr Fleisch wird wegen des geringeren Fettanteils geschätzt.

Die sogenannten Mulardenten sind Hybriden der beiden Zuchtformen Pekingente und Warzenente.

Verbreitung und Nutzung der Hausenten[Bearbeiten]

Die Hausente ist weltweit verbreitet. Während in Europa die Entenhaltung im Vergleich zur Hühner- und Gänsehaltung von drittrangiger Bedeutung ist, stellt die Hausente vor allem in Ost- und Südostasien, aber auch in Lateinamerika und in einigen afrikanischen Ländern ein ernährungswirtschaftlich wichtiges Hausgeflügel dar. Allein in China werden etwa 500 Millionen Hausenten gehalten.

Hausenten werden vor allem wegen ihres Fleisches als Masttiere gehalten. Enteneier galten in Europa als Delikatesse, werden heute aber wegen erhöhter Gefahr des Befalles mit Salmonellen nur noch selten angeboten. Entenfedern und -daunen werden zur Füllung von Kissen, Decken oder Kleidung[2] aber auch zur Herstellung von Federbällen genutzt und fanden auch als Verstärkung der Sehne der Repetierarmbrust Verwendung. Privathalter nutzen Enten darüber hinaus als Weidetiere und Vertilger von Schnecken und Schadinsekten.

In Mastbetrieben (Schnellmast) werden Entenküken 21 Tage in Aufzuchtställen gehalten (Aufzuchtsphase) und anschließend 25–29 Tage gemästet (Mastperiode). Mit ca. 12 Wochen werden die Enten vor der ersten Mauser mit einem Gewicht von 2.000 bis 3.000 Gramm geschlachtet. Junge Enten, bzw. junge Pekingenten, werden nach zwei bis drei Monaten geschlachtet und wiegen etwa 1.500 Gramm bis 2.000 Gramm.[3] Nach sechs Monaten sind sie geschlechtsreif und wiegen bis zu 3.000 Gramm.

Enten können wie Gänse zur Herstellung von Stopfleber (franz.: foie gras) verwendet werden. Dies geschieht durch eine bestimmte Mastform, das Nudeln bzw. Stopfen, bei der den Tieren in den letzten Wochen vor dem Schlachten mittels eines Rohres täglich mehrere Kilogramm Futterbrei verabreicht werden. Obwohl die Gänsestopfleber viel bekannter ist, sind 96 % der Stopflebern eigentlich Entenlebern: 98 % der Verarbeitung finden in Frankreich statt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Hausente – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Hausente – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Richard Nickel, August Schummer, Eugen Seiferle, Bernd Vollmerhaus (Hrsg.): Lehrbuch der Anatomie der Haustiere. 3 Auflage. Band V Anatomie der Vögel, Parey, Stuttgart 2004, ISBN 3-8304-4153-3, Abstammung der Hausente und der Haus-Moschusente, S. 8 (Volltext in der Google-Buchsuche).
  2. Über Daunen und Federn. In: daunen-federn.de. Promax Internet Shops und Marketing GmbH, abgerufen am 24. Januar 2015.
  3. Gesa Maschkowski, Heike Krull, bearbeitet von Christina Rempe: Geflügel. In: www.was-wir-essen.de. aid infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V., abgerufen am 24. Januar 2015 (Der Text stammt aus der CD-ROM "Kennwort Lebensmittel - Basiswissen kompakt".).