Heckscheibenheizung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Heckscheibenheizung ist ein übliches Ausstattungsmerkmal eines Kraftfahrzeuges. Sie wird in allen Personenkraftwagen serienmäßig eingebaut.

[Bearbeiten] Aufbau und Funktion

Die Heckscheibenheizung wurde Ende der 1960er Jahre bei der Ford Motor Company erfunden und entwickelt. 1974 wurde diese erstmals serienmäßig in allen Fahrzeugen der Marke Lincoln eingebaut. Sie besteht aus dünnen, elektrischen Heizleitungen, welche auf der Innenseite der Heckscheibe aufgebracht sind. Durch das Einschalten der Heckscheibenheizung fließt Strom durch diese, wodurch sich die Heizleitungen, auch Heizdrähte genannt, aufgrund des elektrischen Widerstands erwärmen. Durch die Temperaturerhöhung wird ein Vereisen oder Beschlagen durch verschieben des lokalen Taupunkt an der Scheibe vermieden. Bei manchen Fahrzeugen dienen die Heizleiter auch als Antenne für das Radio.

Die Stromversorgung erfolgt aus dem Bordnetz. Der dauerhafte Betrieb der Heckscheibenheizung ist mit einem Kraftstoffmehrverbrauch verbunden, da die Lichtmaschine eine höhere Leistung erbringen muss. Aus diesem Grund verfügen viele Heckscheibenheizungen über eine zeitgesteuerte Abschaltautomatik.

Wird eine Heizleitung durch einen Beschädigung z.B. durch Kratzer an der Scheibeninnenseite unterbrochen, ist eine Reparatur mit einem Lack mit darin gelösten Silberpulver (Leitlack) möglich.

Eine durchschnittliche Heckscheibenheizung hat eine Leistung von ca 150W.

[Bearbeiten] Fachliteratur

  • Rudolf Hüppen, Dipl. Ing. Dieter Korp: Autoelektrik alle Typen. Motorbuchverlag, Stuttgart, ISBN 3-87943-059-4
Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen