Heißklebepistole
Die Heißklebepistole, oft nur Klebepistole genannt, ist ein Werkzeug zur Verarbeitung von Schmelzklebstoff.
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[Bearbeiten] Funktion
Der stangenförmige Klebstoff (Schmelzkleber) wird an der Rückseite eingeführt, im Inneren der Pistole durch eine elektrische Heizung zum Schmelzen gebracht. Durch manuelles Betätigen des Transporthebels („Abzug“) wird die noch feste Kunststoffstange in den Schmelzraum nachgedrückt, der dadurch verdrängte und verflüssigte Kunststoff entweicht aus der Düse.
Einfachere und kleinere Klebepistolen kommen ohne Transportmechanismus aus, hier wird die Klebstoffstange („Kerze“) mit dem Daumen nachgepresst.
[Bearbeiten] Typischer Aufbau
- Klebedüse
- Heizung
- Transportmechanismus
- Heißklebe-Kunststoffstange
- Aufstellbügen
- Abzug / Transporthebel
- Anschlusskabel
[Bearbeiten] Gefahren
Flüssiger Heißkleber ist bis zu 200 °C heiß und kann daher z. B. beim Tropfen auf Haut Verbrennungen verursachen.
Problematisch ist vor allem, dass der heiße Kleber wegen seiner Zähigkeit nicht schnell von der Haut entfernt werden kann. Die beste Methode zur Vermeidung solcher Verbrennungen ist (neben der Vermeidung des Kontakts) die sofortige Verfestigung des Klebers mittels kaltem Wasser.
[Bearbeiten] Anwendung
Die Heißklebung wird vor allem für punktuelle oder kleinflächige Verbindungen und für Klebenähte angewandt. Der Heißkleber bindet durch Abkühlung unter die Verfestigungstemperatur. Eine Verklebung kommt analog zum Löten nur dann zustande, wenn beide Materialien in dem noch flüssigen Kleber gefügt werden. Auf gut wärmeleitfähigen Materialien wie Metallen oder Glas verfestigt sich der Kleber rascher als beispielsweise auf Papier, Kunststoffen oder auch der Haut.
Die einfache Handhabung und der günstige Anschaffungspreis führten zu einer weiten Verbreitung der „Pistole“ im Privatbereich. Gerne eingesetzt wird sie unter anderem beim Basteln oder bei kleineren Reparaturen im Haushalt.