Hendrik van Balen der Ältere

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Selbstporträt Hendrik van Balens des Älteren

Hendrik van Balen, gen. der Ältere (* um 1575 in Antwerpen; † 17. Juli 1632 ebenda) war ein niederländischer Maler flämischer Herkunft. Er ist dem Barock zuzuordnen.

Leben[Bearbeiten]

Minerva bei den Musen (Ausschnitt), Wilanow-Palais

Balen war ein Schüler von Adam van Noort und wurde mit 17 Jahren in die St. Lukasgilde in Antwerpen aufgenommen; zwischen 1592 und 1593 fungierte er sogar als Dekan dieser Gilde. Er war einer der führenden Antwerpener Kleinfigurenmaler, der eine große Werkstatt hatte.[1]

1605 heiratete Hendrik van Balen d. Ä. in Antwerpen Margarete Briers. Mit ihr hatte er elf Kinder; u. a. Hendrik van Balen d.J. und Jan van Balen. Die Register der Gilden verzeichnen insgesamt 26 Schüler von Balen, darunter Anthonis van Dyck und Frans Snyders.

Da Balen in Antwerpen auch der Bruderschaft der Romanisten angehörte, ist zu vermuten, dass er sich mindestens einmal in Rom, bzw. in Italien aufgehalten hatte. Für das Jahr 1613 wählte ihn die Bruderschaft ebenfalls zum Dekan. Sein Zeitgenosse Sebastian Vrancx war Mitglied der gleichen Bruderschaft, die beiden Maler waren befreundet.

Im Alter von ungefähr 55 Jahren starb Hendrik van Balen d. Ä. am 17. Juli 1632 in Antwerpen. Sein Grabmal steht in der Jakobskirche in Antwerpen.

Balen hatte auch gemeinschaftlich mit anderen Künstlern gemalt. Z. B. mit Joos de Momper, Jan Brueghel oder Peter Paul Rubens. Anthonis van Dyck porträtierte seinen Lehrer Balen 1627/1630; das Bild ist heute im J. Paul Getty Museum zu sehen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jean B. Descamps: La vie des peintres flammands, allemands et hollandois. Mithoff, Genf 1972 (Nachdruck der Ausgabe Paris 1753).
  • Wilhelm Adolf Schmidt: Balen, Hendrik von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 2, Duncker & Humblot, Leipzig 1875, S. 20.
  • Bettina Werche: Hendrick van Balen (1575–1632). Ein Antwerpener Kabinettbildmaler der Rubenszeit. 2 Bände. Brepols, Turnhout 2004, ISBN 978-2-503-50879-5.
  • Helge Siefert: Zum Ruhme des Helden. Historien- und Genremalerei des 17. und 18. Jahrhunderts. München 1993.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Helge Siefert: Zum Ruhme des Helden. Historien- und Genremalerei des 17. und 18. Jahrhunderts. München 1993, S. 191.

Weblinks[Bearbeiten]