Heureka

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Heureka (Begriffsklärung) aufgeführt.

Heureka ist altgriechisch (εὕρηκα) und heißt „Ich habe [es] gefunden“. Der Spruch ist vor allem im Zusammenhang mit Archimedes von Syrakus überliefert und bekannt. Grammatisch handelt es sich um die 1. Person Singular Indikativ Perfekt Aktiv von εὑρίσκειν „finden“.

Aussprache[Bearbeiten]

Die im Deutschen verbreitete Aussprache [ˈhɔɪreka] gibt die ursprüngliche Aussprache nicht richtig wieder. Diese lautete im klassischen Griechisch ungefähr [hɛːǔ̯rɛːka] (Schreibweise ηὕρηκα), später [heǔ̯rɛːka] (Schreibweise εὕρηκα). Im heutigen Griechischen lautet sie [ˈevrika] (Schreibweise εύρηκα).

Herkunft und Verwendung[Bearbeiten]

Der Ausruf ist nach einer von Plutarch und Vitruv überlieferten Anekdote berühmt geworden, der zufolge Archimedes von Syrakus unbekleidet und laut Heureka! rufend durch die Stadt gelaufen sein soll, nachdem er in der Badewanne das nach ihm benannte Archimedische Prinzip entdeckt hatte.[1][2][3] Seitdem wird Heureka als freudiger Ausruf nach gelungener Lösung einer schwierigen (meist geistigen) Aufgabe verwendet und steht auch als Synonym für eine plötzliche Erkenntnis.[4]

Das Motto wurde auch von dem berühmten Mathematiker Carl Friedrich Gauß verwendet. Als er 1796 entdeckte, dass sich jede positive ganze Zahl als Summe von drei Dreieckszahlen darstellen lässt, schrieb er die folgende Zeile in sein Notizbuch: „ΕΥΡΗΚΑ! num = Δ + Δ + Δ“.[5]

Eureka ist das Staatsmotto des US-Bundesstaates Kalifornien.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Friedrich Kluge, Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. de Gruyter, 2002, ISBN 3-11-017473-1, S. 410
  2. Harro Heuser: Gewöhnliche Differentialgleichungen: Einführung in Lehre und Gebrauch. Vieweg+Teubner, 2006, ISBN 3-519-42227-1, S. 88
  3. Vitruvius on Architecture, IX:Introduction:9-12, Übersetzung ins Englische und Originaltext in Latein.
  4. Klaus Mainzer: Symmetrien der Natur: ein Handbuch zur Natur- und Wissenschaftsphilosophie. de Gruyter, 1988, ISBN 3-11-011507-7, S. 630
  5. Marcus du Sautoy: Die Musik der Primzahlen: Auf den Spuren des größten Rätsels der Mathematik. C. H. Beck, 2004, ISBN 978-3-406-52320-5, S. 71