Highland Folk Museum

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Highland Folk Museum
Highland Folk Museum - geograph.org.uk - 892313.jpg
Zentraler Museumsteil
Daten
Ort Newtonmore, Schottland
Art Freilichtmuseum
Eröffnung 1944 / 1995
Website http://www.highlandfolk.com/

Das Highland Folk Museum ist ein Freilichtmuseum in Newtonmore in den Grampian Mountains der Schottischen Highlands. Es stellt das Leben von der frühen Neuzeit bis in die frühe Nachkriegszeit in den Highlands dar. Das Museum besteht aus vier Teilbereichen: einem in situ erhaltenen Bauernhof des 19. Jahrhunderts mit zum teil translozierten Nebengebäuden, einem Dorf der 1930er Jahre mit Schule, Kirche und Handwerkerhäusern, einem Wald mit Mühle und Spielplatz und rekonstruierten Dorf um 1700. Daneben existieren Gärten, Trockenmauern, das aus dem aufgegebenen Museumsteil in Kingussie übertragene Blackhouse, ein Eisenbahnhaltepunkthäuschen und eine Cafe mit kleinem Restaurant.

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung in Iona[Bearbeiten]

Die Gründung des Museums geht auf die Sammlungen und Wissenschaftlichen Arbeiten von Frau Isabel Frances Grant aus Edinburgh zurück. Als erstes Museumsgebäude kaufte sie 1935 eine aufgegebene Kirche auf der Insel Iowa. Sie nannte ihr Museum „Am Fasgadh“ (Gaelic: The Shelter) because „it was to shelter homely ancient things from destruction“. Um ihre wachsende Sammlung unterzubringen kaufte sie drei Jahre später eine ebenfalls aufgegebene Kirche im 18 km von Kingussie entfernten Ort Laggan.

Der Standort Kingussie[Bearbeiten]

Wiederaufbau des Blackhouses von Isabel Frances Grant

Ein weiterer Schritt zur Realisierung eines größeren Museums war 1943 der Erwerb der „Pitmain Lodge“ in Kingussie zusammen mit 1,2 ha Land zur Errichtung einiger Cottages. Das Highland Folk Museum wurde das erstes Freilichtmuseum auf der „Hauptinsel“ Großbritanniens. Dieser Standort war bis zu seiner Aufgabe 2009 das Zentrum des Museums. Es war ein lebendes Museum mit Gebäuden wie dem Lewis Blackhouse und wurde so zur Keimzelle für das größere Museum im benachbarten Ort Newtonmore. Des Standort Kinguisse wurde etwa 2009 aufgegeben. Sammlungen und Museumsleitung ziehen in einen im Jahr 2013 noch in Bau befindliches modernes Museumsgebäude und die von Frances Grant nach Kinguisse gebrachten Blackhouses ziehen ein zweites mal, nun nach Newtonmore, um.

Der Standort Newtonmore[Bearbeiten]

Der Standort Newtonmore wurde im Jahr 1995 mit einer Fläche von 32 ha Land eröffnet hat sich schnell entwickelt. Es zeigt viele Aspekte des Landlebens in den Highlands und erhält in seinen Sammlungen viele dortige Kulturgüter. Eine weitere Aufgabe des Museums ist die Vermittlung des Wissens über das Leben in den Highlands, sowohl an die heutige Generation der Highlandbewohner, als auch an Besucher aus aller Welt.

Freigelände und Ausstellungen des Museums[Bearbeiten]

Ehemaliger Museumsbus

Das Gelände des Museum gliedert sich in vier voneinander abgegrenzte Bereiche, die mit einem Fahrweg miteinander verbunden sind. Auf diesem verkehrte bis zum Jahre 2012 ein Oldimerbus, der seit 2013 nicht mehr einsatzfähig ist und seitdem als Ausstellungsstück auf dem Museumsgelände steht.

Das Museum besitzt eine Vielzahl von rekonstruierten Gebäuden aus Highland-Siedlungen des 18. Jahrhunderts. Weiterhin einige umgesetzte Gebäude aus den 1930er Jahren. Nutztiere, Museumsfelder und Trockenmauern finden sich in mehrern Teilen des Museums. Die Museumsbereich im Einzelnen:

Die Allt Làirigh (Aultlairie) Farm mit Nebengebäuden[Bearbeiten]

Dies ist der östlichste Teil der Museums. Es handelt es sich dabei um den in situ verbliebenen Hof Aultlarie mit Wohnhaus (derzeit Museumsverwaltung und historischer Süßigkeitenladen) und Wirtschaftsgebäude, ein Wellblech-Cottage, das in verschiedenen Funktionen als Nebengebäude diente, ein mehrfach umgesetztes Bahn-Wartehäuschen, ein Postamt und eine Unterstandshütte für Schäfer. Das moderne Verwaltungs- und Ausstellungsgebäude (2012 noch in Bau) befindet sich ebenfalls in diesem Bereich.

Der Freilichtbereich[Bearbeiten]

Dieser Bereich liegt im zentralen Bereich des Museums unterhalb des Kassenhäuschens, in dem bei freiem Museumseintritt Museumsführer und Andenken verkauft werden. Er besteht aus einer Kirche, einer Schule und mehreren Handwerkerhäusern (Tischler, Schneider und Uhrmacher) aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Hir liegt auch das zentrale Gebäude mit Restaurant und Shop. Im Zuge der Verschmelzung der beiden Museumsstandorte wird das von I.F. Grant rekonstruierte Blackhouse vom alten Standort in Kingussie überführt und in diesem Bereich wieder aufgebaut.

Der Kiefernwald[Bearbeiten]

Dieser Bereich schließt sich im Westen an den Freilichtbereich an. In einem von roten Eichhörnchen bevölkertem, in den 1920er Jahren angepflanztem Kiefernwald befindet sich ein Kinderspielplatz mit Bagger, eine Wassermühle und ein Teich mit einer Curlinghütte einschließlich Curlingmuseum. Diese ist eine Kopie der nur ein paar hundert Meter entfernt am Loch Imrich liegenden originalen, aber nicht mehr benutzten Hütte des Curling Clubs von Newtonmore.

Baile Gean, die 18. Jahrhundert Siedlung[Bearbeiten]

Baile Gean ist eine Rekonstruktion von sieben Häusern – Blackhouses aus dem 18. Jahrhundert – der größeren Siedlung Badenoch im obersten Tal des Flusses Spey. Im Sommer werden diese Häuser durch Museumsmitarbeiter, die in zeitgenössischen Kostümen die Geschichte der Dorfbewohner nachspielen, belebt.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Highland Folk Museum Newtonmore: Highland Folk Museum. Newtonmore 2011, ISBN 0-9549600-1-7.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Highland_Folk_Museum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

57.07-4.1022222222222Koordinaten: 57° 4′ 12″ N, 4° 6′ 8″ W