Hochbett

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Stube aus Burg i. Spr. Zeichnung von Wilibald von Schulenburg, hinten rechts steht ein Hochbett

Als Hochbett wird ein Bett bezeichnet, dessen Liegefläche deutlich (mehr als etwa 1 Meter) über dem Fußboden liegt, so dass der gewonnene Bereich darunter als zusätzlicher Wohn- oder Stauraum genutzt werden kann. Daher eignen sich Hochbetten besonders gut für kleine Räume oder Nischen, um diese effektiv zu nutzen. Die meisten Modelle bestehen aus Holz; doch im Fachhandel gibt es auch eine kleine Auswahl an Metallgestellen.

Geschichte[Bearbeiten]

Um sich vor der Kälte von Steinböden zu schützen, wurden Betten bereits in früheren Zeiten auf einer Erhöhung errichtet.

Heute finden sich Hochbetten vor allem in WG-Räumen wieder. Ihre praktische Verwendung ermöglicht den einzelnen Bewohnern zusätzlichen Stauraum. Für Kinderzimmer gibt es verschiedene Arten von hohen Betten, zum Beispiel:

  • Hochbetten – Unter der Schlafstätte befindet sich entweder nichts oder ein anderes Möbelstück wie ein Schreibtisch oder Schubfächer. Die Höhe ist ab ca. 1,50 m.
  • Spielbetten – Hier gibt es eine Vielzahl von Erlebnis- oder Spielmöglichkeiten, z.B. Rutschen, Kletterseilen und Bett-Textilien, die zahlreiche Themen wie Pirat, Prinzessin, Ritter etc. abdecken. Die Höhe ist ca. 1 m bis 1,50 m.
  • Etagenbetten – Diese haben zwei Schlafstätten, eine oben und eine unten.

Die Abenteuerbetten sowie herkömmliche Kinderhochbetten müssen heute wichtige Anforderungen erfüllen, um den Unfallschutz höchstmöglich garantieren zu können. Neben dem GS-Prüfzeichen sollten Hochbetten mindestens die EU-Sicherheitsanforderung DIN EN 747-1 erfüllen. Darüber hinaus ist es ratsam, dass Hersteller auf Hinweise unterschiedlicher Interessenorganisationen achten, wie TÜV oder Verbraucherzentrale. So wird unter anderem angeraten, dass Kinder ab sechs Jahren ein Hochbett beziehen dürfen mit einem Sicherheitsgitter von mindestens 16 cm Höhe. Viele Anbieter haben allerdings auch Absturzsicherungen mit einer Höhe von 30 cm im Programm.

Etagenbett[Bearbeiten]

Kein Hochbett, sondern ein Stockbett

Im Unterschied zum Hochbett ist das Etagenbett (auch: Stockbett) eine Anordnung, bei der mindestens zwei Betten übereinander fest miteinander verbunden sind, z. B. das Doppelstockbett. Hierbei ist kein nennenswerter Stauraum unter dem Bett vorhanden.

Etagenbetten finden sich häufig in Gemeinschaftsunterkünften wie Jugendherbergen oder Kasernen.

Montage[Bearbeiten]

Zahlreiche Anleitungen und Tipps für ein Hochbett lassen sich im Internet finden. Wenn ein Hochbett keine Stützbeine hat und somit in der Wand verankert wird, ist in Deutschland eine Genehmigung durch das Bauamt erforderlich. Bei Mietwohnungen muss zusätzlich der Vermieter über das Vorhaben informiert werden.

Wenn das Hochbett selbst gebaut werden soll, muss bei der Planung das Gewicht berechnet werden, welches das Gerüst einmal tragen soll. Leiter und Stufen sollten kindergerecht sein.

Weblinks[Bearbeiten]