Hochtakelung

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Hochgetakelte Segelyacht

Die Hochtakelung, auch das Hochrigg, ist eine Takelung, bei der als Hauptsegel ausschließlich dreieckige Hochsegel verwendet werden. Eine Hochtakelung an einem Rumpf mit einem Mast in Kombination mit einem ebenfalls dreieckigen Vorsegel ist ein Bermudarigg Diese Variante der Hochtakelung ist bei modernen Segelbooten und Segelyachten weit verbreitet.

Historische Vorgänger der Hochtakelung sind das Lateinersegel und die Gaffeltakelung. Während bei ihnen der Schiffsmast und die Segelfläche aus konstruktiven Gründen meist in kleinere Abschnitte unterteilt waren, besitzen hochgetakelte Schiffe durchgehende Masten mit hoch aufragenden und ungeteilten Segeln. Hochsegel werden nicht mehr von Ruten oder Gaffeln getragen, sondern mit ihrem Vorliek am Mast angeschlagen (befestigt).

Entwicklung[Bearbeiten]

Bermuda-Rigg[Bearbeiten]

Geteilte Segelflächen beim Gaffelkutter-Rigg
Ungeteilte Segelflächen einer Bermuda-Slup
Bild von einem Bermuda-Segelschiff siebzehnten Jahrhundert
Ein Dreimaster Bermuda Schaluppe der Royal Navy im Jahr 1831, die typisch für das Design von Bermuda-Schiffe des 19. Jahrhunderts
Das Segel-Schulschiff der Spirit of Bermuda (der Geist von Bermuda)[1]
Das Rennen der Bermuda-Segelboote 1883 von Anna Brassey.
Bermuda: Regatta im 19. Jhd.

1919 ersetzte der amerikanische Yachtbauer Herreshoff das Toppsegel komplett durch ein durchgängiges Großsegel. Diese Takelung erhielt die Bezeichnung Bermuda-Rigg oder -Takelung nach den Bermuda-Inseln, wo sie auf Fischer- und später Sportbooten als Leichtwind-Takelung schon lange Zeit in Gebrauch war.[2][3]

Das Bermuda-Rigg von Bein-of-Hammel Segel in Bermuda im Laufe des 17. und 18. Jahrhunderts entwickelt. Das Design war sehr nützlich für die böigen Bermuda Gewässer für die Boote, die Hauptstütze der Verkehr rund um den Archipel ins 20. Jahrhundert waren. Die mittlere Windrichtung ist aus dem Westen, und da die Inseln liegen in einer Linie in der Nähe der Wind, um die Fähigkeit zu segeln gegen den Wind, im Westen war lebenswichtig. Wie Bermuda wandte sich an einem maritimen Wirtschaft, nach der Auflösung des Somers Isles Firma im Jahre 1684, das Rigg wurde, um größere, Hochseeschiffen, die berühmten Bermuda Slup angepasst.

Die Entwicklung der Anlage ist gedacht, um mit nach vorne und nach hinten in Ordnung gebracht Booten von einem niederländischen geborene Bermudas im 17. Jahrhundert erbaut begonnen haben. Die Holländer wurden von maurischen Lateiner Rigs während Spaniens Herrschaft ihres Landes eingeführt beeinflusst. Der niederländische schließlich modifiziert das Design durch Weglassen der Masten, mit der Werft Arme der lateens in Duchten trat. Durch dieses Verfahren wurde die Werften geharkt Masten. Lateinersegelsails montiert diese Weise wurden als Bein-of-Hammel Segel auf Englisch bekannt. Die Holländer nannten ein Gefäß auf diese Weise ein Bezaan jacht manipuliert. Ein Bezaan Jacht in einem Gemälde von König Charles II Ankunft in Rotterdam im Jahre 1660 nach dem Segeln auf einem solchen Schiff zu sehen ist, war Charles so beeindruckt, dass seine späteren Nachfolger, Der Prinz von Oranien schenkte ihm ein Exemplar seines eigenen, die Charles benannt Bezaan. Das Rigg war nach Bermuda einige Jahrzehnte, bevor diese eingeführt. Captain John Smith berichtet, dass Kapitän Nathaniel Butler, der den Gouverneur von Bermuda 1619-1622 war, beschäftigt die niederländische Bootsbauer, Jacob Jacobsen, einer der Besatzung eines niederländischen Fregatte, die auf Bermuda zerstört worden war, die schnell eine führende Position aufgebaut bei Bootsbauermakers Bermudas (zum Unmut vieler seiner Konkurrenten, die gezwungen wurden, seine Entwürfe zu emulieren). Ein Gedicht von John H. Hardie 1671 veröffentlicht wurde, beschrieben Bermuda Boote wie: With tripple corner'd Sayls they always float, About the Islands, in the world there are, None in all points that may with them compare (Mit dreieckigen Segel sie immer schweben, Über die Inseln, in der Welt gibt es, keine in allen Punkten, die mit ihnen vergleichen kann).

Schiffe mit etwas ähnlich Rigs wurden in der Tat in Holland im 17. Jahrhundert aufgezeichnet. Bis zum 19. Jahrhundert war die Gestaltung der Bermuda-Boote weitgehend mit quadratischen Marssegel und Gaffelrigg verzichtet, sie mit dreieckigen Hauptsegel und Klüver ersetzen. Die leichten Bermuda Zeder Schiffe wurden weithin für ihre Beweglichkeit und Geschwindigkeit geschätzt, vor allem gegen den Wind. Die hohen, geharkt Masten und lange Bugspriete und Ausleger in Bermuda begünstigt erlaubt ihre Schiffe aller Größen, um weite Gebiete des Segels, Wenn liefen-Wind mit Spinnaker und Mehrfachausleger , so dass große Geschwindigkeiten zu erreichen. Bermuda-Arbeitsboote, meist kleinen Schaluppen, waren im 19. Jahrhundert allgegenwärtig auf Gewässern des Archipels, Verlagerung von Güterverkehr, Menschen und alles andere über. Das Rigg wurde schließlich fast universell auf kleinen Segelfahrzeug im 20. Jahrhundert angenommen wurde, obwohl, wie auf den meisten modernen Schiffe gesehen, es ist sehr viel weniger extrem als auf traditionellen Bermuda Designs, mit niedrigeren, vertikalen Masten, kürzere Ausleger, weggelassen Bugspriete, und viel weniger Bereich der Leinwand. Der Begriff Marconi Rigg wurde zunächst auf die hoch auf größeren Rennyachten, wie der J-Klasse seit 1914 für den America 's Cup internationale Regatten verwendet, wie verwendet Bermuda rig angelegt - mit den erforderlichen vielen Tragseile - es erinnerte observors von Guglielmo Marconi Mast wie Wireless Antennen (Marconi ersten Demonstrationen in den Vereinigten Staaten fand im Herbst 1899 mit der Berichterstattung über den America 's Cup in New York). Obwohl es manchmal als austauschbar Bermuda rig allgemein behandelt, einige Puristen bestehen darauf, dass Marconi rig bezieht sich nur auf die sehr groß auf Yachten wie der J-Klasse verwendet Bermuda Rigg.

Weiterentwicklung[Bearbeiten]

Der Norweger Johan Anker ersetzte schließlich die bis dahin im Regattasport der 12-mR-Yachten übliche Kuttertakelung mit geteilter Vorsegelfläche durch die Sluptakelung mit einem einzigen Vorsegel, nachdem er diese als leistungsfähiger erkannt hatte.[2] Weitere Entwicklungsschübe erhielt die Hochtakelung durch die Experimente und Forschungsergebnisse von etwa Manfred Curry und Uffa Fox, an deren Ende das mit Segellatten aerodynamisch profilierte Großsegel und die den Mast überlappende Genua standen.

Der Siegeszug der Hochtakelung, der sich im Regattasport bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts andeutete, benötigte dennoch einige Jahrzehnte bis zur heutigen Vorherrschaft. Nachdem der Bau von kommerziell betriebenen Frachtsegelschiffen ohnehin zum Erliegen gekommen war, blieb die Weiterentwicklung von Boots- und Segeltechnik dem Yachtbau überlassen. Durch zwei Weltkriege und globale wirtschaftliche Krisen unterbrochen, stagnierte aber auch dieser über längere Zeiten und neben Bermuda-Slups blieben gaffel- und kuttergetakelte Freizeit- und Regattayachten erfolgreiche Bootstypen.

Nicht zuletzt bedurfte es der Entwicklung neuer Materialien und Produktionstechniken, bis sich das Konzept hochgetakelter Slups im modernen Serienbau vollends durchsetzte. „Widerstandsfähige und in industriellen Verfahren besser verwertbare Materialien, wie formverleimtes Holz, GFK, neue Leichtmetallegierungen und Stahlsorten samt den dazugehörenden Schweißverfahren […], Leichtmetall für Masten und Spieren, Nirodraht und sogar Stahlschienen für das stehende Gut, Dacron für Segel und Tauwerk, alles Dinge, die nicht nur die Widerstandsfähigkeit der Boote erhöhen, sondern auch die Pflege wesentlich erleichtern.“ [4]

Im Yachtsport wurde der Übergang von der Gaffeltakelung, insbesondere vom Steilgaffelrigg, zur Hochtakelung zu Beginn des 20. Jahrhunderts eingeleitet.[5] Der Brite Charles E. Nicholson erprobte 1912 erfolgreich auf der Yacht Istria[6] eine durchgehende, ungeteilte Mastkonstruktion, an der oberhalb des Gaffelsegels ein weiterhin vorhandenes Toppsegel direkt, ohne weitere Spiere, angeschlagen war. Sein hohes Marconi-Rigg war nach den Telegrafenmasten der Marconi-Gesellschaft benannt.[2]

Vergleich der Hochtakelung mit der Rah- und der Gaffeltakelung[Bearbeiten]

Beim Gaffelsegel ist mehr Segelfläche von Turbulenzen (dunkel) betroffen als beim flächengleichen Hochsegel

Gegenüber der Rahtakelung hat die Hochtakelung die typischen Vorteile von Schratsegeln. Mit ihnen kann ein kleinerer Winkel zum scheinbaren Wind erreicht werden, der einem Segelschiff bessere Kreuzeigenschaften verleiht.

Auch im Vergleich zur Gaffeltakelung mit einem gleich großen Gaffelsegel (ebenfalls ein Schratsegel) bietet ein Hochsegel Vorteile. Für die besseren Segeleigenschaften ist vor allem verantwortlich, dass das Hochsegel höher als das Gaffelsegel aufragt. Da sich an jedem Segel vor allem im unteren und oberen Bereich Luftturbulenzen bilden, ist vor allem der mittlere Teil eines Segels effektiv; dieser mittlere Teil ist beim Hochsegel größer als bei dem gleich großen Gaffelsegel.

Zugleich ist die schlankere Form des Hochsegels günstiger, weil sich ein Schratsegel unter der Windbelastung mit zunehmender Entfernung vom Mast mehr verwindet (verdreht) und damit seine optimale Form verliert. Außerdem reicht das Hochsegel in höhere Luftschichten, in denen Winde meist stärker sind, weil sie nicht so stark vom Auftreffen auf die Wasseroberfläche abgebremst werden. Diese Vorteile des Hochsegels werden nur teilweise ausgeglichen, wenn auf einem gaffelgetakelten Schiff ein Gaffeltoppsegel gesetzt wird; da das Toppsegel nicht nahtlos an das Gaffelsegel anschließt, entstehen auch hier ungünstige Turbulenzen. Die Vorteile des Hochsegels führen zwar zu einer erhöhten Materialbelastung, diese wird aber durch den Einsatz moderner Materialien aufgefangen.

Die Gaffel führt zudem zu einem höheren Gewicht hoch am Mast, das durch erhöhten Ballast ausgeglichen werden muss.

Daneben ist ein Hochsegel einfacher zu setzen und einzuholen als ein Gaffelsegel. Es entfällt das zu hebende Gewicht der Gaffel. Außerdem setzt der Zug nur an einem Punkt (dem Kopf) an. Bei einem Gaffelsegel müssen hingegen zwei Punkte (Klau und Piek) bedient werden. Beim zusätzlichen Setzen eines Gaffeltoppsegels erhöht sich der Arbeitsaufwand weiter.

Als Vorteil des Gaffelsegels kann immerhin angesehen werden, dass bei gleicher Segelfläche ein niedrigerer Mast erforderlich ist. Falls Gaffeltoppsegel gesetzt werden, ist ihr höchster Punkt ("Kopf") in der Regel nicht an einem durchgehenden Mast, sondern an einer Stenge befestigt. Insbesondere für Holzsegelschiffe können hohe Masten schwerer zu beschaffen und/oder entsprechend teurer sein. Moderne Materialien erlauben aber auch relativ problemlos die Fabrikation von hohen Masten.

Literatur[Bearbeiten]

  • J.C. Arnell: Sailing in Bermuda: Sail Racing in the Nineteenth Century. Veröffentlicht von der Royal Hamilton Amateur Dinghy Club. Gedruckt von der University of Toronto Press. 1982
  • Clas Broder Hansen: Lexikon der Segelschiffstypen. Illustriert von Peter Knuth. Urbes-Verlag, Gräfelfing 1987, ISBN 3-924896-10-0.
  • Joachim Schult: Segler-Lexikon (= Kleine Yacht-Bücherei. Bd. 59). 9. überarbeitete und erweiterte Auflage. Delius Klasing, Bielefeld 1994, ISBN 3-87412-103-8.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bermuda Sloop Foundation
  2. a b c Freundeskreis Klassische Yachten - Die Zwölfer im Spiegel der "Yacht", abgerufen am 31. Oktober 2007
  3. Joachim Schult: Segler-Lexikon. 9. überarbeitete und erweiterte Auflage. 1994, S. 50, Stichwort Bermuda-Takelung.
  4. Freundeskreis Klassische Yachten - Rundreise: Die Jahre ab 1920., abgerufen am 31. Oktober 2007
  5. Freundeskreis Klassische Yachten - Yachtsportarchiv, Notiz der Yacht 1913, Heft 29, abgerufen am 31. Oktober 2007
  6. Camper & Nicholsons - History-(PDF, englisch; 400 kB), abgerufen am 3. November 2007

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rigging – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien