Hocktoilette
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Als eine Hocktoilette (auch Hockklo, manchmal Stehklo) wird eine Toilette bezeichnet, die zur Defäkation eine Hocke erfordert. Es gibt mehrere Ausführungen einer Hocktoilette:
- Variante, in der der Benutzer in Richtung des Eingangs der Toilette blickt. Diese Art von Hockklo ist in Südostasien, China und der Türkei verbreitet, türkisch Alaturka Tuvalet genannt, auch in Privathäusern. In Indien ist sie ebenfalls häufig anzutreffen, wobei sie IWC (Indisches WC) genannt wird, um sie vom europäischen Sitzklo EWC zu unterscheiden. In Europa ist das mediterrane Hockklo in öffentlichen WCs Südeuropas, in Frankreich sowie in der früheren Sowjetunion und in Südosteuropa zu finden.
- Japanische Hockklos haben eine andere Form und der Benutzer blickt in Richtung der Rückwand der Toilette.
- Eine spezielle Form des Hockklos gibt es in Thailand, wo die Kloschüssel eine Spiralform hat.
[Bearbeiten] Vorteile
- Es gibt keinen Kontakt zwischen der Haut des Benutzers und potenziell schmutzigen Oberflächen, etwa der Klobrille.
- Hockklos sind leichter zu reinigen und zu warten, auch sind sie seltener das Ziel von Vandalismus.
- Sie laden weniger zum Verweilen ein, etwa zum Zeitunglesen, und können deshalb im Vergleich zu Sitzklos von mehr Personen frequentiert werden.
[Bearbeiten] Nachteile
- Menschen, die aufgrund mangelnder Beweglichkeit nicht tief genug hocken können, finden keine entspannte Körperhaltung und müssen in „Skifahrerhocke“ oder halb stehend defäkieren.
- Bei Problemen mit dem Gleichgewicht kann man ausrutschen und hinfallen. Bei der japanischen Variante ist diese Gefahr deutlich geringer, da das Zulaufrohr zum Festhalten genutzt werden kann.
- Menschen, die an Kniearthrose leiden, haben besondere Schwierigkeiten, die Toilette zu benutzen.
Allgemein gibt es folgende Probleme:
- Personen mit Körperbehinderungen – wie Rollstuhlfahrer oder Personen mit Krücken – können die Toilette nicht benutzen.
[Bearbeiten] Siehe auch
- Gesundheitliche Vorteile der Stehtoilette (Englisch)