Honoré Théodoric d’Albert de Luynes

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Honoré Théodoric d’Albert de Luynes

Honoré Théodoric Paul Joseph d'Albert de Luynes (* 15. Dezember 1802 in Paris; † 17. Dezember 1867 in Rom) war ein französischer Adliger aus dem Geschlecht der Alberti und 8. Herzog von Luynes und Chevreuse. Bekannt wurde er als Archäologe und Numismatiker.

Leben[Bearbeiten]

Der Herzog von Luynes entstammte einem ursprünglich aus Italien stammenden Geschlecht der Alberti, das im 15. Jahrhundert nach Frankreich kam und sich dort niederließ.[1]. Seit 1619 führte die Familie den Herzogstitel.

Der wirtschaftlich unabhängige Luynes trat nicht nur als Förderer der Künste hervor, sondern entwickelte sich auch zu einem bedeutenden Archäologen und Numismatiker. Wenn auch sein Hauptinteresse der altgriechischen Kunst, insbesondere den griechischen Vasen galt, über die er mehrere Arbeiten veröffentlichte, so interessierten ihn auch die phönizischen Münzen, denen er ebenfalls mehrere Arbeiten widmete. Dazu unternahm er eine Forschungsreise nach Petra und zum linken Ufer des Jordan.

Schon früh war er in Italien ansässig geworden, wo er in Rom 1829 Mitbegründer des Instituto di Correspondenza Archeologica war, dessen Sekretär der französischen Sektion er bis 1848 war. Auf grund seiner Verdienste wurde er am 24. Januar 1853 in den preußischen Orden Pour le Mérite für Wissenschaft und Künste aufgenommen.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • mit Joseph-Frédéric Debacq: Métaponte, P. Renouard, Paris 1833 Digitalisat HEIDI, Digitalisat Arachne
  • Commentaire historique et chronologique sur les éphémérides, intitulées Diurnali di messer Matteo di Giovenazzo, Firmin Didot, Paris 1839
  • Description de quelques vases peints, Laborde, Paris 1840
  • Choix de médailles grecques, Firmin Didot, Paris 1840
  • Essai sur la numismatique des Satrapies et de la Phénicie sous les rois Achæménides, Firmin Didot, Paris 1846
  • Numismatique et inscriptions cypriotes, Plon, Paris 1852
  • Mémoire sur le sarcophage et l'inscription funéraire d'Esmunazar, roi de Sidon, Plon, Paris 1856
  • Voyage d'exploration à la mer Morte, à Petra et sur la rive gauche du Jordan

Literatur[Bearbeiten]

  • Der Orden "Pour le merite für Wissenschaft und Künste". Die Mitglieder, Band I (1842-1881), Gebr. Mann-Verlag, Berlin 1975, S. 170 (PDF).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Genealogisches Handbuch des Adels, Band Fü III, C. A. Starke-Verlag, Limburg 1955, S. 339.

Weblinks[Bearbeiten]