Huaso

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Huaso, Fotografie von Toni Frissell, 1940

Ein Huaso (weiblich China) ist ein chilenischer Landarbeiter und speziell gekleideter Reiter. Er ist vergleichbar mit dem amerikanischen Cowboy oder argentinischen Gaucho. Das Wort "China" (sprich: Tschina) kommt aus der Quechua-Sprache und bedeutet weiblich, umgangssprachlich auch Frau.

Die Huasos arbeiten und reiten meist im Zentraltal Chiles (Valle Central um Santiago de Chile). Sie tragen eine typische Tracht mit einem Strohhut, den man Chupalla nennt. Die meisten tragen einen Poncho, namens Manta. Seltener ist die sehr teure Tracht Chamanto. Dazu kommen eine kurze andalusische Weste und Lederlappen bis über die Stiefel, die Sporen tragen.

Huasos sind ein wichtiger Teil der chilenischen Folklorekultur und häufig Teil von Paraden, Fiestas und Feiertagen, speziell auch beim chilenischen Rodeo.

Die urbane Bevölkerung benutzt allerdings das Wort Huaso meist abfällig, gelegentlich auch freundschaftlich-abfällig, im Sinne von ungebildet und unkultiviert.

Als Viehhirten in der chilenischen Kultur gibt es auch Arrieros, Ovejeros, und im chilenischen Patagonien auch Gauchos.

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