Huayna Cápac

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Wayna Qhapaq

Huayna Cápac bzw. Wayna Qhapaq [ˈwaina ˈqʰapax][1] (* um 1476 in Tumipampa; † um 1527 im heutigen Kolumbien) war der 11. König der Inka.

Wayna Qhapaq erhielt seinen Namen, der auf Quechua "junger Herrscher" bedeutet, weil er mit erst ca. 17 Jahren 1493 seinem Vorgänger Túpac Yupanqui auf den Thron folgte. Er war der erste Inka-Herrscher, der nicht in Qusqu (Cusco) geboren war, und herrschte bis zu seinem Tode um 1527. Er war der Vater von Huáscar, Atahualpa, Túpac Huallpa, Manco Inca Yupanqui und Paullu Inca (Pawllu Inka).

Huayna Cápac führte unter seiner Herrschaft die Ausweitung des Inkareiches, die unter seinen Vorgängern begann, weiter aus. Er führte einige Jahre lang Krieg im Norden seines Reiches, dem heutigen Kolumbien, und wollte dort in der Stadt Kitu (Quito) einen Vorposten der Inkas errichten.

Um 1527 erkrankten Huayna Cápac und ein Großteil seiner Truppen, die sich im heutigen Kolumbien aufhielten, an den von den europäischen Invasoren im Zuge der Conquista eingeschleppten Pocken. Neben Tausenden seiner Soldaten erlag auch er selbst kurze Zeit später der Krankheit. Er verfügte, dass sein Herrschaftsbereich aufgeteilt werden sollte: den Süden mit der Hauptstadt Cusco sollte sein legitimer Erbe Huáscar erhalten, den Norden um Quito dessen Halbbruder Atahualpa. Diese Entscheidung führte zum Bürgerkrieg im Inkareich.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wolf-Eckhard Gudemann (Red.): Lexikon der Geschichte. Orbis, Niedernhausen/Ts 2001, ISBN 3-572-01285-6
Vorgänger Amt Nachfolger
Túpac Yupanqui
Tupaq Yupanki
Inka von Cuzco
14931527
Huáscar und Atahualpa
Waskar und Atawallpa