Human Life International

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Human Life International (HLI) ist nach eigenen Angaben die weltweit größte Lebensrechtsorganisation. HLI stammt aus den USA und hat 59 Aktionszentralen in 51 Ländern.

Gründung und Arbeitsfeld[Bearbeiten]

Die Organisation wurde 1981 von Benediktinermönch Paul Marx (1920–2010)[1] gegründet. Ihr deklariertes Ziel ist es, "die Botschaft der Heiligkeit des Lebens und der Familie mit Gebeten, Gottesdiensten und Lehren in die Welt zu tragen, so wie es die Römisch-katholische Kirche vorschreibt:

"The mission of HLI is to promote and defend the sanctity of life and family around the world according to the teachings of the Roman Catholic Church through prayer, service and education."

Diese Zielsetzung beinhaltet nicht nur Aktionen gegen Abtreibungen, sondern auch gegen Geburtenkontrolle allgemein:

"We exist not only to fight the evils of abortion, contraception, sex education and family breakdown, but also to bring the good news of the Gospel of Life to the nations." ("Wir existieren nicht nur, um gegen das Böse der Abtreibung, Verhütung, Sexualaufklärung und Familienzerstörung zu kämpfen, sondern auch um den Nationen die Frohe Botschaft des Lebens zu bringen")

Aktivitäten[Bearbeiten]

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Die Organisation veranstaltet "Missionarsreisen" (Pro-Life missionary trips) von den USA aus in alle Regionen der Welt, um vor Kliniken zu demonstrieren und zu beten. Wie andere Lebensrechtsorganisationen führt HLI Schwangerschaftsberatungen für ungewollt Schwangere durch, wobei manchmal auch unkonventionelle Methoden gewählt werden: So wurden beispielsweise die in der Wiener Lucinia-Klinik eingehenden Anrufe abgefangen und auf einen Berater von HLI umgeleitet, der den anrufenden und um einen Abtreibungstermin bittenden Frauen Beratung in Schwangerschaftskonflikten anbot. Gleichzeitig demonstrierten HLI-Aktivisten und -sympathisanten vor der Klinik und nahmen Kontakt zu den Frauen auf, die sich dorthin begeben wollten. Die Betreiberinnen der Klinik wehrten sich gegen diese von ihnen als Belästigungen empfundenen Aktionen. Obwohl sie vor Gericht recht bekamen, musste die offensichtlich unwirtschaftlich geführte Privatklinik Konkurs anmelden. Die Gebäude wurden von HLI aufgekauft, die dort ein "Baby-Holocaust-Museum" einrichtete.

Kritik[Bearbeiten]

HLI geriet in die Kritik internationaler Menschenrechts- und Gesundheitsorganisationen, da ihre Missionare insbesondere in afrikanischen Ländern gegen jegliche Art von Verhütung und stattdessen für eheliche Treue predigen und damit hinsichtlich der Anti-AIDS-Politik eine andere Linie verfolgen als die WHO.

Außerdem übe HLI Terror und Psychoterror gegen Frauen aus, die ihre Schwangerschaft abbrechen wollen. Frauen, die eine Abtreibungsklinik betreten wollen, würden als "Mörderinnen" bezeichnet.[2] In Wien soll einem taz-Bericht zufolge eine junge Frau in eines der Lebenszentren von HLI gekommen und dort angeblich über zwei Stunden lang in einem Raum eingesperrt worden sein. Es sollen ihr Filme über die grauenvollen Abtreibungen gezeigt worden sein, um sie vor einer für das ungeborene Kind tödlichen Abtreibung zu warnen.

Weblinks[Bearbeiten]

Kritik:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pater Paul Marx, der Gründer von Human Life International, verstorben kath.net vom 22. März 2010
  2. Gottes garstige Gehsteigvertreter taz vom 18. Mai 2004