Ich-Botschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Nicht eine Quelle, die es aber braucht, siehe Neutralitätsbaustein.
Anleitung: Neutraler Standpunkt Die Neutralität dieses Artikels oder Abschnitts ist umstritten. Eine Begründung steht auf der Diskussionsseite im Abschnitt „Fehlende Neutralität“. Weitere Informationen erhältst du hier.

Die Ich-Botschaften, auch Selbstoffenbarungen, sind Äußerungen, die die eigene Meinung und die eigenen Gefühle mitteilen. Sie findet einen Kontext im Vier-Seiten-Modell (Schulz von Thun). Formulierungen mit „man“ oder „wir“ beziehen andere ungefragt mit ein und bauen damit ungewollt Blockaden auf; auf diese Weise schützt sich der Sprecher durch einen Panzer aus Allgemeinheit (Gemeinplätzen).


Eine Ich-Botschaft besteht aus einem Gefühls- und einem Tatsachenanteil: Die eigenen Gefühle werden in der Ich-Form zum Ausdruck gebracht. Was die Gefühle verursacht hat, wird im sachlichen Informationsteil der Botschaft mitgeteilt:

Beispiel: „Als ich feststellte, dass ich warten muss, war ich sehr enttäuscht!“

Das Benutzen von bestimmten Worten wie z. B. „wieder“ oder „immer“ gilt es in einer Ich-Botschaft zu vermeiden. Durch diese Generalisierungen wird die Aussage zu einer Killerphrase: sie greifen den Empfänger an und provozieren eine unfruchtbare Konfrontationssituation.

  • Ich-Botschaften sind eine wichtige Methode der Deeskalation, da sie dem Empfänger das Nachgeben und Einlenken leichter machen.
  • Der Sprecher einer Ich-Botschaft ist ein Mensch mit Empfindungen, mit Stärken und Schwächen und nicht ein Halbgott, der über den Dingen steht. Dadurch wird aus einer hierarchisch-autoritären eine partnerschaftliche Beziehung.
  • Ich-Botschaften fördern die Eigenverantwortung, da der Sprecher beim Formulieren der Ich-Botschaft mehr Klarheit für sich und seine Bedürfnisse bekommt.
  • Ich-Botschaften fördern Mitverantwortung, da sie auch dem Gesprächspartner Verantwortungspielraum für das weitere Geschehen in die Hand legen.
  • Ich-Botschaften fördern Ich-Botschaften des anderen. Dadurch entsteht eine Atmosphäre der Offenheit und Vertrautheit.

Abgrenzung und Unterschied zur Du-Botschaft[Bearbeiten]

In der Ich-Form vorgebracht, werden geäußerte Gefühlsstimmungen nicht zur verletzenden Kritik an der anderen Person, wie es oft bei Du-Botschaften (z. B. „Du lügst immer!“) der Fall ist. Die Ich-Botschaft vermeidet eine unfruchtbare Konfrontationssituation und trägt der Tatsache Rechnung, dass zuerst der Sprecher ein Problem hat, nicht der Angesprochene.

Zu beachten[Bearbeiten]

  • Manche vermeintliche Ich-Botschaft ist keine solche, sondern in Wirklichkeit ein Vorwurf, eine Beschuldigung, ein Urteil und damit eine Du-Botschaft. Beispiel: „Ich finde, du bist faul“ ist gleich „Du bist faul“.
  • Manche Du-Botschaft tritt verdeckt auf (und wirkt dann u. U. besonders verletzend). Beispiel: „Das ist doch blanker Unsinn“ als Entgegnung auf etwas Gesagtes entspricht „Du redest blanken Unsinn“. Fairer wäre: „Ich kann den Sinn dessen, was Du sagst, nicht erkennen.“
  • Noch wichtiger als die Mitteilung über eine Enttäuschung ist die über eine Freude. Beispiel: „Die letzte Stunde hat mir sehr gut gefallen, weil wir so gut zusammengearbeitet haben.“
  • Abschwächer nutzen sich ab, wirken unsicher und entwerten das Gesagte. Beispiel: „Es macht mich ein bisschen traurig, dass dir das manchmal so egal ist.“