Ikšķile

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Ikšķile (dt.: Uexküll, Üxküll)
Wappen von Ikšķile
Ikšķile (Lettland)
Red pog.svg
Basisdaten
Staat: Lettland
Landschaft: Vidzeme (lettisch: Vidzeme)
Verwaltungsbezirk: Ikšķiles novads
Koordinaten: 56° 50′ N, 24° 30′ O56.83305555555624.49777777777830Koordinaten: 56° 49′ 59″ N, 24° 29′ 52″ O
Einwohner: 4.052 (7. Jan. 2010)
Fläche: 2,2 km²
Bevölkerungsdichte: 1.841,82 Einwohner je km²
Höhe: 30 m
Stadtrecht: seit 1992
Webseite: www.ikskile.lv/
Postleitzahl:
ISO-Code:
Ikskile1.jpg
Die Überreste der ersten Bischofskirche von Uexküll/Ikšķile
stehen heute auf einer Insel inmitten der Düna.

Ikšķile (deutsch: Uexküll) ist eine lettische Stadt an der Daugava, ca. 30 km stromaufwärts von Riga.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte des Ortes sowie der gesamten Umgebung ist mit der Ende des 12. Jahrhunderts einsetzenden Christianisierung durch die Bischöfe von Uexküll und Riga verbunden. Der Ort war einer der ersten Stützpunkte der Ritter des Schwertbrüderordens im Baltikum. Im Jahr 1185 wurde hier das erste steinerne Gebäude des Baltikums errichtet. Eine Bischofskirche und eine Burg folgten. Zum ersten Bischof von Livland wurde Meinhard von Segeberg, der von hier aus die Christianisierung des heutigen Lettland vorantrieb. Nach dem Tod seines Nachfolgers Berthold im Jahr 1198 wurde der Bischofssitz 1201 von Uexküll/Ikšķile nach Riga verlegt.

Der heutige Ort bildete sich um ein Landgut. Nach dem Bau der Eisenbahnlinie Riga - Dünaburg 1861, wurde Ikšķile vom benachbarten Ogre überflügelt.

Im Ersten Weltkrieg fanden auf der sogenannten Todesinsel (lett: Nāves sala), welche der Stadt gegenüberliegt, schwere Kämpfe statt. Den beteiligten Lettischen Schützenregimentern wurde später ein Denkmal gewidmet.

Durch den Bau des Wasserkraftwerkes Riga in den 1970er Jahren stieg der Wasserspiegel der Düna. Die Insel auf denen die historische Burg und Kirche stehen wurde deswegen künstlich erhöht und befestigt.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Der Name Uexküll bedeutet in der livischen Sprache „Eindorf“ (üks: ein, küla: Dorf).
  • Der Ort ist Namensgeber das deutsch-baltischen Adelsgeschlechts derer von Uexküll. Im Jahr 1257 wurde der aus bremisch-oldenburgischen Landen stammende Ritter Johann von Bardewis mit der Burg belehnt, was den Erzbischof von Riga zur Änderung des Namens veranlasste.

Ikšķiles novads[Bearbeiten]

2004 vereinigte sich die Stadt mit der Landgemeinde zu einem Verwaltungsbezirk.(Siehe auch: Verwaltungsgliederung Lettlands)

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Feldmann, Heinz von zur Mühlen (Hrsg.): Baltisches historisches Ortslexikon, Teil 2: Lettland (Südlivland und Kurland). Böhlau, Köln 1990, ISBN 3-412-06889-6, S. #.
  • Astrīda Iltnere (Red.): Latvijas Pagasti, Enciklopēdija. Preses Nams, Riga 2002, ISBN 9984-00-436-8.