Verwaltungsgliederung Lettlands
Die Verwaltungsgliederung Lettlands umfasst neun Republik-Städte (lettisch republikas pilsētas) und 110 Bezirke (novadi).[1]
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[Bearbeiten] Administrative Reform (1999-2009)
Diskussionen über eine Reform der territorialen Verwaltung begannen unmittelbar nach der lettischen Unabhängigkeit.[2] Als Resultat wurde ein einstufiges Modell beschlossen, indem mehrere Gemeinden zusammengefasst und die Landkreise abgeschafft werden sollten.
Bereits 1996 vereinigten sich erste Gemeindeverwaltungen bei Kandava. Als die Reform ins Stocken kam, wurden die Kommunalwahlen 2009 als letzter Termin festgelegt. Zu diesem Zeitpunkt wurden die restlichen 424 Gemeinden (pagasti) und 50 Kreisstädte zu Bezirken (Novadi) oder Republik-Städten umgeformt. Die alten Gemeindeverwaltungen bestehen jedoch teilweise weiter.
[Bearbeiten] Republik-Städte
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[Bearbeiten] Bezirke
[Bearbeiten] Geschichtliche Entwicklung
[Bearbeiten] Vom Mittelalter bis zum 1. Weltkrieg
- Die Livländische Konföderation des Mittelalters bestand aus den Gebieten der Bischöfe und des Livländischen Ordens. Das Ordensland war dabei in Komtureien eingeteilt.
- 1561 wurde der Staat aufgeteilt: Im Herzogtum Kurland und Zemgallen bestanden 10 Kreise. Das polnisch-litauische Herzogtum Livland hingegen war zuerst in vier Kreise und ab 1598 in drei Woiwodschaften aufgeteilt. Die Schweden richteten 1629 im eroberten Gebiet die Kreise Riga und Cēsis ein. Der bei Polen verbliebene Teil wurde zur Woiwodschaft Livland.
- Nachdem im 18. Jahrhunderte alle historischen lettischen Gebiete an Russland fielen, bestanden das Gouvernement Livland und das Gouvernement Kurland - beide waren in Kreise eingeteilt.
- Im Mittelalter entstanden an den Orten der Warenablieferungen an die Oberherren die lettischen Gemeinden. Die Gemeinde (lett: pagasts) hatte keine Befugnisse, sondern regelte Angelegenheiten und Streitfälle unter den Bauern. Erst nach der Abschaffung der Leibeigenschaft im 19. Jahrhundert erhielten sie eine offizielle Funktion.
[Bearbeiten] 1919-2009
Im unabhängigen Lettland wurde 1924 eine neue administrative Einteilung durchgeführt: Das Land bestand aus 19 Kreisen (apriņķi) und 519 Gemeinden (pagasti). Mit der Aufrichtung der Sowjetmacht 1945 wurde zuerst die Anzahl der Landkreise (nunmehr Rajons) erhöht und 1949 wurden die Gemeinden aufgelöst. Für die Einrichtung der Kolchoswirtschaft gab es nunmehr Städte, Arbeitersiedlungen und Siedlungen, die Anfangs keine festen territorialen Grenzen hatten. Erst 1990 erfolgte eine Reform und nach der lettischen Unabhängigkeit wurden die Gemeinden wieder eingerichtet. Auch die ländlichen Gebiete der Städte wurden nunmehr als Gemeinde bezeichnet. 1999 wurde eine Reform mit dem Ziel einer einstufigen Verwaltungsgliederung beschlossen.
Bis zum 1. Juli 2009 war das Land in die nachstehend genannten 26 Kreise (rajoni) unterteilt:[3]
Aizkraukles rajons, Alūksnes rajons, Balvu rajons, Bauskas rajons, Cēsu rajons, Daugavpils rajons, Dobeles rajons, Gulbenes rajons, Jēkabpils rajons, Jelgavas rajons, Krāslavas rajons, Kuldīgas rajons, Liepājas rajons, Limbažu rajons, Ludzas rajons, Madonas rajons, Ogres rajons, Preiļu rajons, Rēzeknes rajons, Rīgas rajons, Saldus rajons, Talsu rajons, Tukuma rajons, Valkas rajons, Valmieras rajons, Ventspils rajons
[Bearbeiten] Literatur
- Latvijas Pagastu Enciklopēdija (2002) ISBN 9984-00-436-8
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Stand 3. Januar 2011 www.raplm.gov.lv
- ↑ Latvijas Vēstnesis. Latvijas pašvaldību attīstības vadlīnijas, publicēts: 14. Dezember 1995.
- ↑ Ministerium für Regionalentwicklung und Lokalverwaltung (abgerufen am 16. März 2010)
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