Im Fadenkreuz der Angst

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Im Fadenkreuz der Angst (Originaltitel: Point of Impact) ist ein Roman von Stephen Hunter aus dem Jahre 1993. Die deutschsprachige Übersetzung stammt von Bernhard Josef und erschien erstmals 1994 im Paul List Verlag. Eine Taschenbuchausgabe erfolgte 1996 im Goldmann Verlag.

Idee[Bearbeiten]

Die Geschichte handelt von einen früheren Vietnamveteranen. Diese Figur bezieht sich lose auf einen tatsächlichen Scharfschützen im Marine Corps namens Carlos Hathcock. Es gibt eine direkte Referenz im Buch unter einem leicht geänderten Pseudonym als "Carl Hitchcock".[1][2]

Handlung[Bearbeiten]

Bob Lee Swagger, genannt Bob der Knipser wird in eine Intrige von undurchsichtigen Geheimdienstmitarbeitern verwickelt, die ihn für ihre zweifelhaften Zwecke benutzen wollen.

Swagger ist der geborene Scharfschütze. Im Vietnamkrieg konnte er 87 registrierte Abschüsse verzeichnen, ehe er selbst Opfer eines gegnerischen Scharfschützen wurde. Er scheidet aus dem Marine Corps aus und kehrt in sein Heimatdorf Blue Eye im ländlichen West-Arkansas zurück. Der Krieg hat tiefe Spuren bei ihm hinterlassen. Er lebt zurückgezogen am Rande der Gesellschaft und widmet sich seiner einzigen Leidenschaft, dem Schiessen.

Hier wird er von einem Vertreter von RamDyne kontaktiert, einer undurchsichtigen Regierungs- bzw. Geheimdienstorganisation. Mit einigen psychologischen Kniffen erwecken sie sein Interesse und können ihn für einen Auftrag gewinnen. Er soll ein Attentat auf den Präsidenten der Vereinigten Staaten verhindern, indem er mögliche Plätze für ein Attentat auskundschaftet.

Das Attentat geschieht trotzdem, wobei nicht der Präsident, sondern ein Erzbischof aus San Salvador getötet wird. Swagger ist in der Nähe des Tatortes und wird von seinen Auftraggebern angeschossen, um ihn als vermeintlichen Attentäter der Polizei auszuliefern.

Er kann fliehen und wird nun vom gesamtem Polizeiapparat und den Killern von RamDyne verfolgt. Er kann Kontakt zu einem FBI-Beamten aufnehmen und ihn von seiner Unschuld überzeugen. Zusammen gelingt es ihnen die immer zahlreicheren Verfolger unschädlich zu machen und den tatsächlichen Attentäter ausfindig zu machen. Hierbei wird auch der tatsächliche Hintergrund von RamDyne und deren Beweggründe aufgedeckt.

Swagger kann schließlich seine Unschuld beweisen und gewinnt die Liebe einer lange verehrten Frau.

Verfilmung[Bearbeiten]

2006 wurde der Roman von Regisseur Antoine Fuqua mit Mark Wahlberg als Bob Lee Swagger unter dem Titel Shooter verfilmt. Die Handlung wurde im Film leicht abgewandelt. Premiere war am 23. März 2007.

Der Film Im Fadenkreuz der Angst mit Shannen Doherty, Joseph Griffin, Tamara Gorski hat nichts mit diesem Buch zu tun.

Verschwörungstheorien[Bearbeiten]

Swagger kann den wahren Attentäter Lon Scott überführen. Im Verlauf der Handlung wird dieser getötet. Im Buch werden auch Scotts Hinterlassenschaften aufgezählt. Es wurde eine Sammlung von abgefeuerten 162 Grain schweren Geschossen im Kaliber .264 von einem oder mehreren dubiosen Projekten in den frühen Sechzigern in seinem Safe gefunden.

Dies ist ein Hinweis auf das Attentat auf John F. Kennedy, im Jahr 1963. Das vermutliche Tatgewehr soll eine 160 Grain (10 g) schwere Kugel im Kaliber .264 (6.5 mm) verschossen haben. So kommt die Vermutung auf, dass nicht Lee Harvey Oswald, sondern Lon Scott dieses Attentat begangen hat.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stephen Hunter: Dead Zero: A Bob Lee Swagger Novel. Simon and Schuster, 2010.
  2. Otto Penzler: The Lineup: The World's Greatest Crime Writers Tell the Inside Story of Their Greatest Detectives. Hachette Digital, Inc., 2009, S. 161–167.