Interplanetares Magnetfeld

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Das interplanetares Magnetfeld ist eingebettet in die Heliosphäre

Als interplanetares Magnetfeld (englisch interplanetary magnetic field, IMF) bezeichnet man das Magnetfeld, das im Sonnensystem außerhalb des direkten Einflusses der Planeten gemessen wird.

Das Magnetfeld der ruhigen Sonne wird wie ein Dipolfeld mit der dritten Potenz des Abstands schwächer. In der Nähe der Erdbahn wäre eine Stärke von 10−11 T zu erwarten. Tatsächlich misst man ca. 100-fach größere Felder von 1–10 nT. Ursache sind die heliosphärische Stromschicht und der damit zusammenhängende Sonnenwind, der als elektrisch leitendes Plasma Magnetfelder mit sich führt. Er wechselwirkt mit den Magnetfeldern der Planeten wie Erde und Jupiter und begrenzt ihre Magnetosphären durch eine Schockfront. Es gibt Hinweise auf eine ähnliche Begrenzung der Heliosphäre mit vergleichbarem Aufbau von Heliopause, Plasmaschicht (magnetosheath) und Schockwelle an der Grenze zum interstellaren Raum.

Die Untersuchung solcher Wechselwirkungen von Plasmen und magnetischen (und elektrischen) Feldern erfolgt im Rahmen der Magnetohydrodynamik.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Interplanetares Magnetfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien