Interplanetares Magnetfeld

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Das interplanetares Magnetfeld ist eingebettet in die Heliosphäre

Als interplanetares Magnetfeld (englisch interplanetary magnetic field, IMF) bezeichnet man das Magnetfeld, das im Sonnensystem außerhalb des direkten Einflusses der Planeten gemessen wird.

Das Magnetfeld der ruhigen Sonne wird wie ein Dipolfeld mit der dritten Potenz des Abstands schwächer. In der Nähe der Erdbahn wäre eine Stärke von 10−11 Tesla zu erwarten. Tatsächlich misst man ca. 100-fach größere Felder von 1 bis 10 nT. Ursache sind die heliosphärische Stromschicht und der damit zusammenhängende Sonnenwind, der als elektrisch leitendes Plasma Magnetfelder mit sich führt. Er wechselwirkt mit den Magnetfeldern der Planeten wie Erde und Jupiter und begrenzt ihre Magnetosphären durch eine Schockfront.

Für die äußerste Zone des Sonnensystems gibt es Hinweise auf eine ähnliche Begrenzung der Heliosphäre mit vergleichbarem Aufbau von Heliopause, Plasmaschicht (magnetosheath) und Schockwelle an der Grenze zum interstellaren Raum.

Die Untersuchung solcher Wechselwirkungen von Plasmen und magnetischen (und elektrischen) Feldern erfolgt im Rahmen der Magnetohydrodynamik. Im Rahmen der internationalen Wissenschaftsunion IUGG ist für diese Thematik die IAGA zuständig.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Interplanetares Magnetfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien