Irfan Ljubijankić

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Irfan Ljubijankić (* 1952 in Bihać; † 28. Mai 1995 in Cetingrad, Kroatien) war ein bosnischer Politiker.

Biografie[Bearbeiten]

Ljubijankić, der nach dem Studium der Medizin als Arzt tätig war, begann seine politische Laufbahn als er am 18. November 1990 bei den ersten demokratischen Wahlen in Bosnien und Herzegowina zum Abgeordneten des Parlaments gewählt wurde und später zu einem der Führungskräfte der Partei der demokratischen Aktion (Stranka demokratske akcije) von Alija Izetbegović wurde.

1991 wurde er zum Präsidenten des Kreises (Okrug) Bihać ernannt und bekleidete dieses Amt bis zum Oktober 1993. Als der Krieg in Bosnien und Herzegowina im Frühjahr 1992 begann, war Bihać von serbischen Truppen aus den besetzten Gebieten in Kroatien und innerhalb Bosniens umlagert. Abgeschnitten von der Welt musste der Ort daher starke Leiden über sich ergehen lassen. Statt weiterhin ausschließlich als Politiker tätig zu sein, entschloss er sich nebenbei freiwillig seine Arbeit im Krankenhaus der Stadt fortzusetzen. Dabei waren seine Erfahrungen in Gesichtschirurgie besonders wertvoll zu dieser Zeit, da dadurch viele durch Schrapnellen verursachte Verletzungen sachgerecht behandelt werden konnten.

Am 29. Oktober 1993 wurde er zum Außenminister in die Regierung von Ministerpräsident Haris Silajdžić berufen. In dieser Funktion begann er unmittelbar mit seinen Bemühungen nach einer diplomatischen Friedenslösung für Bosnien und Herzegowina. In einer seiner letzten offiziellen Amtsgeschäfte war er Repräsentant beim 50. Jahrestag zum Ende des Zweiten Weltkrieges am 8. Mai 1995 in London. Drei Wochen später fiel er als Passagier eines Hubschraubers Mi-17 dem Beschuss durch eine 2K12-Flugabwehrrakete zum Opfer. Nachfolger als Außenminister wurde Muhamed Sacirbey.

Weblinks[Bearbeiten]