Józef Rostafiński

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Józef Rostafiński (* 14. August 1850 in Warschau; † 5. Mai 1928 in Krakau; vollständiger Name Józef Tomasz Rostafiński, in manchen Veröffentlichungen auch Joseph Thomas von Rostafinski genannt[1]) war ein polnischer Botaniker, Professor an der Jagiellonen-Universität in Krakau, Mitglied der Polska Akademia Umiejętności und Pionier der polnischen Floristik. Sein botanisches Autorenkürzel lautet „Rostaf.“.

Leben[Bearbeiten]

Er studierte 1866–1869 Naturwissenschaften in Warschau. Danach studierte er in Jena, Halle und in Straßburg. Ab 1877 war er korrespondierendes Mitglied und seit 1883 aktives Mitglied der Akademie der Wissenschaften. In den Jahren 1920–1923 war er Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Krakau, in den Jahren 1890 bis 1907 Sekretär derselben, und seit 1873 assoziiertes und seit 1877 Vollmitglied der Physiographischen Kommission der Akademie.[2]

Von 1874 bis 1876 veröffentlichte er, als Schüler Anton de Barys, die erste umfangreiche Monographie zur Gruppe der Myxogastria.[3] Eines seiner Bücher, ein Leitfaden für die Pflanzen-Bestimmung in Polen – Przewodnik do oznaczania roślin w Polsce dziko rosnących, erlebte zwischen 1886 und 1979 21 Auflagen.

Józef Rostafiński war der Großvater des Widerstandskämpfers und Mitglieds der Armia Krajowa Wojciech Rostafiński.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rostaf. In: Brockhaus Konversations-Lexikon 1894–1896, 13. Band, S. 1012.
  2. Piotr Köhler: Botanika w Towarzystwie Naukowym Krakowskim, Akademii Umiejętności i Polskiej Akademii Umiejętności (1815–1952), Krakau 2002
  3. Wolfgang Nowotny: Myxomyceten (Schleimpilze) und Mycetozoa (Pilztiere) – Lebensformen zwischen Tier und Pflanze In:  Wolfgang Nowotny (Hrsg.): Wolfsblut und Lohblüte. Lebensformen zwischen Tier und Pflanze = Myxomycetes (= Stapfia. Bd. 73). Oberösterreichisches Landesmuseum, Linz 2000, ISBN 3-85474-056-5, S. 7–37.