Jürgen Kehrer
Jürgen Kehrer (* 21. Januar 1956 in Essen) ist ein deutscher Schriftsteller, der besonders mit seinen Kriminalromanen bekannt ist.
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[Bearbeiten] Leben
Nach seinem Studienabschluss als Diplom-Pädagoge arbeitete er 14 Jahre als Journalist und Herausgeber des Stadtmagazins Stadtblatt. Jürgen Kehrer lebt seit 1974 in Münster. Seit 1994 ist er freier Schriftsteller. Die Gesamtauflage seiner Bücher beträgt rund 500.000 Exemplare.
Jürgen Kehrer ist Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller und der Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur, zu deren Sprecherteam er seit 2005 gehört.
Jürgen Kehrer lebt in Münster-Gievenbeck gemeinsam mit der Krimiautorin Sandra Lüpkes.
[Bearbeiten] Werke
1990 erscheint sein erster Kriminalroman Und die Toten lässt man ruhen. Die Hauptperson Georg Wilsberg, deren wechselvolles Privatleben und Entwicklung in der Serie nicht zu kurz kommt, ist ein gescheiterter Anwalt und Briefmarken-/Münzhändler[1] in Münster und betätigt sich auch als Privatdetektiv. Die mit Lokalkolorit ausgestatteten Romane haben bisweilen Vorbilder oder Motive aus der Realität übernommen. Bereits zweimal wurde Kehrer von Münsteranern verklagt, die sich als Vorbild von Buchfiguren missbraucht sahen. In beiden Fällen wurde Kehrer freigesprochen.
Neben den Wilsberg-Romanen hat Kehrer weitere Kriminalromane ohne Serienfigur, historische Münster-Krimis und ein Sachbuch über Morde in Münster veröffentlicht.
[Bearbeiten] Die Wilsberg-Romane
Alle Wilsberg-Romane sind im Dortmunder Grafit Verlag erschienen.
- Und die Toten lässt man ruhen, 1990, 4. Auflage, ISBN 3-89425-006-2, DNB 940790564
- In alter Freundschaft, 1991, 3. Auflage, ISBN 3-89425-020-8, DNB 940790556
- Gottesgemüse, 1992, 6. Auflage, ISBN 3-89425-026-7, DNB 967596343/DNB 940791889
- Kein Fall für Wilsberg, 1993, ISBN 3-89425-039-9, DNB 940792036/DNB 967596378
- Wilsberg und die Wiedertäufer, 1994, ISBN 3-89425-047-X, DNB 942887794
- Schuss und Gegenschuss, 1995, ISBN 3-89425-051-8, DNB 944544541
- Bären und Bullen, 1996, 1. Auflage, ISBN 3-89425-065-8, DNB 948114568
- Das Kappenstein-Projekt, 1997, ISBN 3-89425-073-9, DNB 950157279
- Das Schapdetten-Virus, 1997, ISBN 3-89425-205-7, DNB 951730037
- Irgendwo da draußen, 1998, ISBN 3-89425-208-1, DNB 953214729
- Der Minister und das Mädchen, 1998, ISBN 3-89425-216-2, DNB 954904400
- Wilsberg und die Schloss-Vandalen, 2000, ISBN 3-89425-237-5, DNB 959199454/DNB 965694232
- Wilsberg isst vietnamesisch, 2001, ISBN 3-89425-262-6, DNB 963558390
- Wilsberg und der tote Professor, 2002, ISBN 3-89425-272-3, DNB 965604454/DNB 975958356/DNB 980472938
- Wilsberg und die Malerin, 2003, ISBN 3-89425-280-4, DNB 968594824/DNB 971537518
- Petra Würth: Blutmond – Wilsberg trifft Pia Petry, 2005, ISBN 978-3-89425-311-0, DNB 974838942
- Wilsberg und die dritte Generation, 2006, ISBN 3-89425-327-4, DNB 979766141/DNB 101797800X
- Petra Würth: Todeszauber – Wilsberg trifft Pia Petry, 2007, ISBN 978-3-89425-344-8, DNB 984194134/DNB 1017977895
[Bearbeiten] Wilsberg im Fernsehen
1995 wurde der erste Wilsberg-Roman für das ZDF verfilmt (Titelrolle: im ersten Film Joachim Król, in den folgenden Episoden Leonard Lansink). Bisher entstanden 36 jeweils etwa 90-minütige Filme, wobei sich die TV-Produktionen mit der Zeit von den Buchvorlagen lösten. Nur sieben TV-Filme basieren auf Kehrers Romanen. In einigen Fällen hat Kehrer die Drehbücher mit einem eScript-Team verfasst, in wieder anderen Fällen haben andere Autoren die Drehbücher geschrieben. Der TV-Wilsberg – im Film Inhaber eines Antiquariats – hat sich inzwischen völlig von seinem Buch-Pendant gelöst. Mehrere Figuren, die zum Stammpersonal der TV-Serie gehören (etwa seine Freunde Alex und Ekki bzw. Manni oder die Kommissarin Springer), erscheinen gar nicht in den Romanen. In einigen der TV-Filme hat Jürgen Kehrer kleine Statistenrollen übernommen.
[Bearbeiten] Weitere Titel
- Stadtbuch Münster. Das Buch zur Stadt (hg. mit Dieter Schnack). Stadtblatt, Münster 1985
- Killer nach Leipzig. Kriminalroman. Grafit, Dortmund 1993
- Mord in Münster. Kriminalfälle aus fünf Jahrhunderten. Waxmann, Münster 1995
- Spinozas Rache. Kriminalroman. Grafit, Dortmund 1995
- Schande von Münster. Die Affäre Weigand. Waxmann, Münster 1996
- Tod im Friedenssaal. Eine Kriminalgeschichte aus der Zeit des Westfälischen Friedens. Waxmann, Münster 1997
- Das Geheimnis der Tulpenzwiebel. Freigraf Kettlers zweiter Fall. Waxmann, Münster 1999
- Mord im Dom. Eine Kriminalgeschichte aus der Zeit Karls des Großen. Waxmann, Münster 1999
- Vorbildliche Morde. Kriminalroman. Grafit, Dortmund 1999
- Der Kaufmann und die Tempelritter. Ein Kriminalroman aus dem mittelalterlichen Münster. Waxmann, Münster 2001
- Mord am Hellweg. Kriminalstorys (hg. mit H.P. Karr und Herbert Knorr). Grafit, Dortmund 2002
- Fürchte Dich nicht! Thriller. Grafit, Dortmund 2009, ISBN 978-3-89425-661-6
[Bearbeiten] Literatur
- Jost Hindersmann: Krimilandschaft Deutschland: Der Münster-Krimi, in: Klaus-Peter Walter (Hg.), Lexikon der Kriminalliteratur. Corian, Meitingen 1993ff, ISBN 3-89048-600-2
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Und die Toten lässt man ruhen, Dortmund 1990, S. 7.
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Webseite
- Literatur von und über Jürgen Kehrer im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kehrer, Jürgen |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 21. Januar 1956 |
| GEBURTSORT | Essen |