Jack Treynor

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Jack Lawrence Treynor (* 21. Februar 1930 in Council Bluffs, Iowa) ist ein US-amerikanischer Manager. Als Autor wissenschaftlicher Arbeiten trug er zu Entwicklung der Portfoliotheorie und des Capital Asset Pricing Models bei.

Werdegang, Forschung und Lehre[Bearbeiten]

Treynor studierte zunächst Mathematik am Haverford College, das er als Bachelor of Science in Richtung Harvard Business School verließ. Dort graduierte er 1955 mit Auszeichnung als Master of Business Administration. Obwohl er sich während seiner Studienzeit mit der Analyse von Risiken der Unternehmensfinanzierung auseinandergesetzt hatte, verließ er den universitären Bereich und ging zur Unternehmensberatung Arthur D. Little.

Dort schrieb Treynor ein Arbeitspapier mit dem Titel „Market Value, Time, and Risk“. Zwar erst mit knapp vierzig jähriger Verspätung 1999 erstmals öffentlich abgedruckt, kam er hierüber mit Franco Modigliani und William Sharpe in Kontakt. Es folgte ein reger Austausch zwischen den Ökonomen, wobei Treynor sogar zeitweise am Massachusetts Institute of Technology eingeschrieben war. Neben Sharpe, John Lintner und Jan Mossin war er in der Folge einer der bedeutendsten Wegbereiter des Capital Asset Pricing Model, zu dessen Verständnis er mit der Entwicklung der später nach ihm benannten Treynor-Ratio beitrug. Mit ihr lässt sich die Leistung des Investors gegenüber der Gesamtmarktentwicklung beschreiben, da mit ihr die Risikoprämie pro Einheit des eingegangenen systematischen Risikos gemessen wird.

Während seine theoretische Arbeit bei Arthur D. Little durch Fischer Black, der Mitte der 1960er bei der Firma anheuerte, vorangetrieben wurde, verließ Treynor das Unternehmen und war in der Folge für verschiedene Investmentbanken und -gesellschaften tätig. Während er sich somit einerseits um die praktische Umsetzung seiner Erkenntnisse bemühte, arbeitete er parallel weiterhin mit Black und gemeinsam erarbeiteten sie Anfang der 1970er Jahre das finanzmathematische Treynor–Black-Modell zur Portfolioselektion. Bereits ab 1969 war er zudem Herausgeber der Financial Analysts Journal. 1981 gründete Treynor seine eigene Investmentgesellschaft.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]