Jambia

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Jambia
Jambia (Dschanbiya) = Krummdolch
Angaben
Waffenart: Dolch
Bezeichnungen: Jambiya
Verwendung: Waffe, Statuswaffe
Ursprungsregion/
Urheber:
Jemen, Ethnien aus Yemen
Verbreitung: Arabien
Gesamtlänge: etwa 37 cm bis etwa 84 cm
Klingenlänge: etwa 19 cm bis etwa 61 cm
Klingenbreite: etwa 8 cm
Griffstück: Holz, Horn, Metall,Elfenbein
Listen zum Thema
Jemenite mit jambia

Der Jambia (auch Jambiya, arabisch ‏جمبية‎ Dschambiya, DMG ǧambiya oder Dschanbiya / ‏جنبية‎ / ǧanbiya) ist ein Krummdolch, der in arabischen Ländern, besonders aber in Jemen, als Schmuckgegenstand am Gürtel getragen wird.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Klinge ist breit, zweischneidig und schwer. Sie wird vom Heft zum Ort schmaler und ist am Ortbereich leicht gebogen. Sie hat meist einen starken Mittelgrat. Manche Versionen, die aus bestimmten Herstellungsgebieten kommen, haben keinen Mittelgrat, sondern eine flache Klinge. Unterschieden werden zwei Grundtypen: der indische und der arabische Jambia.[1]. Eine Besonderheit bei den Jambias ist der Schliff der Klinge. In der Vergrößerung kann man feststellen, dass die Schneide umlaufend mit einer Sägezahnung versehen ist. Das Heft besteht aus Holz, Horn, Elfenbein oder Metall und Metallgeflecht und hat kein Parier. Das Heft und der Knauf sind meist aus einem Stück gearbeitet und mit großen Nieten ausgestattet, die zur Verzierung dienen. Der Griff, der häufig mit Münzen verziert ist, besteht bei wertvollen Ausführungen aus dem Horn der Giraffe oder gar des Nashorns. Die Kostbarkeit der Ausführung dient den Trägern als Statussymbol. Ein Jambia ist dennoch gleichzeitig ein effizientes Kampfmesser geblieben. Den Jambia gibt es in verschiedenen Versionen, unterschieden nach Länge, Breite, Dekoration und Klingenform. Seine Tradition geht zurück auf die vorislamische Zeit. Ein anderes Messer aus dieser Region ist das Shafra.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Albert G. van Zonneveld, Traditional weapons of the Indonesian archipelago, Verlag C. Zwartenkot Art Books, 2001, Seite 57, ISBN 978-90-5450-004-9
  2. David Friedman und Elizabeth Cook, Notes on Islamic Clothing, (eingesehen am 12. Juni 2009)

Literatur[Bearbeiten]

  • Albert G. van Zonneveld: Traditional weapons of the Indonesian archipelago. C. Zwartenkot Art Books, 2001, S. 57, ISBN 978-90-5450-004-9
  • Indian Museum (Hrsg.): Indian and Oriental Arms and Armour. Courier Dover Publications, 2002, S. 82, 116, 124, ISBN 978-0-486-42229-9
  • George Cameron Stone, Donald J. LaRocca: A Glossary of the Construction, Decoration and Use of Arms and Armor: in All Countries and in All Times. Courier Dover Publications, 1999, S. 310, ISBN 978-0-486-40726-5

Weblinks[Bearbeiten]