Jameos del Agua

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Das Wahrzeichen des Jameos del Agua - der Krebs.

Jameos del Agua gehört im Norden der Kanareninsel Lanzarote, auf dem Lavafeld des Volcan de la Corona zu einem einzigartigen, zusammenhängenden Höhlensystem vulkanischen Ursprungs, welches vom Volcan de la Corona über die Cueva de los Verdes bis hin zur Küste unter die Meeresoberfläche reicht. Das Wort Jameo stammt aus dem Wortschatz der Guanchen und bedeutet so viel wie Hohlraum oder Höhle.

Konzertsaal in die Grotte integriert.

Den Kern dieses Systems, der in der Gemeinde Haría liegt, bildet ein unterirdischer Lavatunnel, der durch die Verfestigung der Lavamassen entstanden ist, in einem Prozess, der etwa 3000 bis 4500 Jahre zurückliegt. An diesem Ort, der durch Naturgewalt entstanden ist, beschloss die Inselregierung von Lanzarote die Gestaltung eines seiner interessantesten Zentren der Kunst, Kultur und Tourismus, geleitet von dem Künstler und Naturschützer César Manrique. Diese Anlage wurde 1966 eröffnet.

Kernstück von Jameos del Agua ist ein in die Grotte integrierter Konzertsaal mit etwa 600 Sitzplätzen, der seit 2001 zum Umbau wegen neuer Sicherheitsstandards geschlossen war. Seit dem 15. Februar 2009 darf der Veranstaltungssaal Los Jameos wieder von den Besuchern des gleichnamigen Kultur- und Tourismus-Zentrums besichtigt werden. [1]

Der unterirdische See in Jameos del Agua.

Der Abstieg erfolgt über eine geschwungene, steile Treppe bis zum Restaurant in der Grotte, in dem man von der Terrasse auf den unterirdischen See blicken kann. Der Eingang ist mit vielen Pflanzen bewachsen, von oben strahlt Sonnenlicht auf die unterirdische Terrasse.

Die kleinen Krebse Munidopsis polymorpha im unterirdischem See von Jameos del Agua.

Im unterirdischen See lebt eine Krebsart (Munidopsis polymorpha, Ordnung Remipedia), die sonst nur in ozeanischen Tiefen von etwa 2.000 Metern vorkommt.

Der Wasserspiegel des Sees steigt und sinkt mit den Gezeiten, da die Grotte, obwohl sie keine direkte Verbindung zum Meer hat, durch Meereswasser, das durch das Gestein sickert, gespeist wird. Wenn man am See auf dem kleinen Steinpfad vorbei geht, kommt man über eine Steintreppenanlage mit vielen Pflanzen wieder hinauf zum „weißen Schwimmbecken“, das eigens für diesen Rahmen von César Manrique entworfen wurde, heute aber nicht mehr zum Baden benutzt wird.

Künstlicher Pool beim Höhlensystem Jameos del Agua.

Seltene und teils endemische Pflanzen wachsen in dieser Grotte rund um das Becken. Eine Steintreppe führt hinauf zum Museum und Restaurant mit teilweise überdachter Terrasse, von der man einen Blick in die Grotte auf den Pool und über die weite Lavalandschaft hat.

In den Gebäuden oberhalb des oberen Beckens ist ein geologisches Museum untergebracht, in dem die vulkanischen Vorgänge auf der Insel erklärt werden.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://www.wochenblatt.es/1000009/1000005/0/19595/article.html)

29.15694-13.432052Koordinaten: 29° 9′ 25″ N, 13° 25′ 55″ W

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