Jan Pommer

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Jan Pommer (* 19. September 1970) ist ein deutscher Rechtsanwalt und Geschäftsführer der BBL GmbH Gesellschaft der Basketball-Bundesliga in Köln (BBL).[1][2]

Schule, Ausbildung und Familie[Bearbeiten]

Nach der bestandenen Abiturprüfung in Oldenburg hat Pommer Rechtswissenschaften und Kunstgeschichte an Universitäten in Würzburg, Freiburg, Salamanca (Kastilien-León/Spanien) und Köln studiert. In Oldenburg hat Pommer als Schüler Basketball gespielt. Der Jurist ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Berufliche Tätigkeiten[Bearbeiten]

Rechtsanwaltskanzlei

Im Zeitraum Juni 1997 bis Mai 1999 war Pommer zunächst als Referendar und nach bestandenem zweiten Staatsexamen auch als angestellter Rechtsanwalt in der Kanzlei der Rechtsanwälte Cornelius und Thiel in Köln tätig.

Bereich Kommunikation und Sponsoring

Für die Kommunikationsagentur Bob Bomliz Group (vormals Sponsor Partners) wurde Pommer im Juni 1999 tätig, als Justiziar, Prokurist und Bereichsleiter Sponsoring.

BBL GmbH

Pommer wurde per 1. April 2005 zum Geschäftsführer der BBL GmbH Gesellschaft der Basketball-Bundesliga, am Standort Köln, bestellt.[3][1]

Der Jurist wurde Nachfolger von Otto Reintjes, einem ehemaligen Basketball-Nationalspieler, der nach der lang andauernden Freistellung von seinen Aufgaben als langjähriger Manager des Basketball-Bundesligateams des Rekordmeisters TuS 04 Leverkusen bzw. der Bayer Giants Leverkusen als Gründungsgeschäftsführer der BBL fünf Jahre tätig war und die Basketball-Bundesliga in dieser Zeit nach außen hin als General Commissioner repräsentierte.[4]

Die Gesellschafter der BBL GmbH haben im Jahr 2009 deutlich gemacht, mit Pommer weiter zusammenarbeiten zu wollen, und eine entsprechende vertragliche Vereinbarung mit ihm kontrahiert. Der 2009 geschlossene Geschäftsführervertrag regelt die erneut vereinbarte Zusammenarbeit bis zum 30. Juni 2015.[5]

Jan Pommer vertritt seit 2009 die Interessen der BBL in der 'Initiative Profisport Deutschland', bis 2010 war er stellvertretender Sprecher der IPD.[6] Im Juni 2010 wurde Pommer im Rahmen der Generalversammlung der ULEB Euroleague erneut in den Vorstand des Executive Boards berufen und zum Vorsitzenden des Arbeitskreises Lizenzierung gewählt.[7]

Er ist zudem Vorstandsmitglied des europäischen Ligenverbandes ULEB (Union of the European Leagues of Basketball). Seit Mai 2012 amtiert Pommer als Vizepräsident der Vereinigung der Sportsponsoring-Anbieter (VSA).[8] Er ist stv. Mitglied der Vertreterversammlung der Verwaltungsberufsgenossenschaft VBG. Darüber hinaus ist er Mitglied des Geschäftsführenden Ausschusses der AG Sportrecht im Deutschen Anwaltverein.[9]

Basketball-Bundesliga (BBL)

Die BBL ist die höchste deutsche Basketballliga der Männer. In ihr wird in jeder Spielzeit die Deutsche Basketballmeisterschaft und der Deutsche Pokalsieger der Männer ausgespielt. Gegründet wurde die Liga zur Spielzeit 1966/67 unter dem Namen Basketball-Bundesliga. Die BBL GmbH wurde am 29. Oktober 1996 gegründet und startete mit 14 Mannschaften in die Saison 1996/1997 – damals noch unter der Bezeichnung Veltins Basketball Bundesliga. Bis zur Saison 2002/2003 spielten 14 Mannschaften den Deutschen Meister und den Pokalsieger aus. In den Spielzeiten 2000/2001, 2001/2002 und 2002/2003 war das Textilunternehmen s.Oliver Hauptsponsor und Namensgeber der Liga. Mit Beginn der Saison 2003/2004 wurde die Liga um zwei auf 16 Teams erweitert. Die nächste Erweiterung – auf 18 Mannschaften – erfolgte zur Spielzeit 2006/2007. Seit der Saison 2009/2010 firmiert das deutsche Oberhaus unter dem Namen Beko Basketball Bundesliga (Beko BBL).[10] Sponsor ist das türkische Unternehmen BEKO, eine Tochter der weltweit operierenden Arcelik-Gruppe (welche wiederum zur Koç Holding gehört) mit Sitz in Istanbul. Verantwortlich für das Management der Beko BBL, einschließlich des Spielbetriebs, ist der Geschäftsführer der BBL GmbH.

Öffentliche Wahrnehmung[Bearbeiten]

Jan Pommer wurde am 28. Oktober 2010 in Frankfurt im Rahmen der Deutschen Sportsponsoring-Tage von der Fachzeitschrift „Horizont“ als „Sportmanager des Jahres“ ausgezeichnet. Die Jury würdigte damit Pommers Arbeit für die Liga: Neben der Tatsache, mit BEKO einen neuen Namensgeber und Hauptsponsor gefunden und der Liga einen Sendeplatz im Free-TV (SPORT1) verschafft zu haben, etablierte er in der Liga ein strenges Lizenzierungsverfahren sowie Standards (u. a. Beschäftigung eines hauptamtlichen Marketing-Managers), die der Weiterentwicklung dienen.[11]

Im Jahr 2011, nach der 37. FIBA Europameisterschaft, im August und September in Litauen, wurde er in den deutschen Medien mit dem Wort „Diesen Menschen müsste man den Mund mit Seife auswaschen.“ zitiert. Die Aussage wurde von ihm in einem Kontext gemacht, in dem er versuchte, die von verschiedenen Seiten erörternd vorgetragene Kritik an den Leistungen von DBB-Nationalspieler Dirk Nowitzki bei den Europameisterschaften in Litauen abzuwehren.[12][13]

Weiter fand großes Interesse in der deutschen Sportöffentlichkeit, dass Jan Pommer im Rahmen der 7. Sponsors Clubmanager Summits, am 14. November 2011 im Kölner RheinEnergieStadion, über die Zielsetzung der BBL GmbH dahingehend informierte, die eigene Liga bis 2020 so entwickelt zu haben, dass sie dann „in Europa die stärkste Liga sein“ wird. Operationalisieren will der Beko BBL-Geschäftsführer dieses Vorhaben unter anderem mit einem „Businessplan“ und einem „klaren Leitbild“. Zu der zielgerichteten Entwicklung der deutschen Basketballspieler, in der Breite des Sports und in der Leistungsspitze, als zwingende Voraussetzung für eine angestrebte 'Leistungsexplosion' hatte er sich in diesem Zusammenhang nicht geäußert.[14][15]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b BBL GmbH Gesellschaft der Basketball-Bundesliga Köln. Website Genios. Nach Suche BBL GmbH Köln. Abgerufen 16. Dezember 2011.
  2. Impressum BBL GmbH Gesellschaft der Basketball-Bundesliga. Website Beko BBL. Abgerufen 16. Dezember 2011.
  3. Jan Pommer - Bestellung zum Geschäftsführer der BBL GmbH. Website Tagesspiegel, Artikel 'Einer von außen', am 30. Januar 2005. Abgerufen 16. Dezember 2011.
  4. Otto Reintjes im Munzinger-Archiv, abgerufen am 16. Dezember 2011 (Artikelanfang frei abrufbar)
  5. Pommer bleibt BBL-Chef bis 2015 Website Beko BBL. Abgerufen 16. Dezember 2011.
  6. Wir über uns Website Initiative Profisport. Abgerufen 16. Dezember 2011.
  7. Pommer steht Arbeitskreis Lizenzierung vor. - ULEB. Website Beko-BBL. Abgerufen 16. Dezember 2011.
  8. Verband der Sportsponsoring-Anbieter formiert sich. Webseite Horizont Online Abgerufen 15. Juni 2012
  9. Geschäftsführender Ausschuss Webseite Deutscher Anwaltverein Abgerufen 15. Juni 2012
  10. Struktur BBL GmbH Gesellschaft der Basketball-Bundesliga Website Beko BBL. Abgerufen 14. Juni 2012
  11. Sportbusiness-Awards für Felix Magath, Jan Pommer und Red Bull. Webseite Horizont Online Abgerufen am 14. Juni 2012
  12. Basketball-EM 2011: Jetzt geht es voll drauf – Jan Pommer. Website Spiegel Online, Artikel 9. September 2011. Abgerufen 16. Dezember 2011.
  13. Basketball: Deutscher Verband kämpft um Superstar Nowitzki – Jan Pommer. Website Welt Online (Axel Springer Verlag). Abgerufen 16. Dezember 2011.
  14. Basketball-Bundesliga will 2020 in Europa top sein – Jan Pommer, Geschäftsführer Beko BBL. Website Schwäbische Zeitung Online , Artikel am 14. November 2011. Abgerufen 16. Dezember 2016.
  15. Profisport - BBL will 2020 in Europa top sein – Jan Pommer, Geschäftsführer Beko BBL. Website Nordwest-Zeitung Oldenburg. Abgerufen 16. Dezember 2016.

Weblinks[Bearbeiten]