Jaropolk Pjotr Isjaslawitsch

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Jaropolk Pjotr Isjaslawitsch

Jaropolk Pjotr Isjaslawitsch (* vor 1050; † 22. November 1087 oder 1086) aus der Familie der Rurikiden war der älteste Sohn des Großfürsten Isjaslaw I. von Kiew und der Gertrud von Polen, Tochter von König Mieszko II. Lambert.

Während der Herrschaft seines Vaters als Großfürst war Jaropolk zeitweise Mitregent. In dieser Funktion verhandelte er um 1073, nachdem die Kiewer sowie seine Onkel seinen Vater aus dem Fürstentum vertrieben hatten, auch mit Papst Gregor VII., übergab ihm Kiew und erhielt es als apostolisches Lehen zurück. Diesen Rechtsanspruch konnte er jedoch nie durchsetzen.

Als Jaropolks Vater 1078 fiel, ging der Titel des Großfürsten von Kiew an dessen Bruder Wsewolod I. Jaropolk bekam die Teilfürstentümer Wolhynien (Wladimir) und Turow. Als er 1087 ermordet wurde, lebte sein Onkel noch, so dass dessen Nachfolge an Jaropolks jüngeren Halbbruder Swjatopolk ging, den späteren Großfürsten von Kiew.

Jaropolk Pjotr Isjaslawitsch heiratete um 1073 Kunigunde von Weimar, † 8. Juni 1140, eine Tochter des Grafen Otto I.; mit ihr hatte er (mindestens) fünf Kinder:

  • Anastasija Jaropolkowna (* 1074, † 8. Januar 1159), ∞ Gleb Wseslawitsch, Fürst von Minsk, († November 1119, wohl am 19.), ebenfalls aus der Familie der Rurikiden
  • Tochter (* wohl 1076), ∞ nach 1087 Günther von Schwarzburg († 1109)
  • Jaroslaw Jaropolkowitsch († 11. August 1103)
  • Wjatscheslaw Jaropolkowitsch († 13. Dezember 1104)
  • Wasilko Jaropolkowitsch

Nach Jaropolks Tod heiratete Kunigunde in zweiter Ehe den Grafen Kuno von Northeim, der sich nach dem Besitz seiner Frau auch nach Beichlingen benannte Beichlingen († 1103), in dritter Ehe 1110 Wiprecht von Groitzsch († 1124).

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Jaropolk Isjaslawitsch – Quellen und Volltexte (russisch)