Jean-Jacques Dordain

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Jean-Jacques Dordain im März 2006

Jean-Jacques Dordain (* 14. April 1946 in Estrun, Département Nord) ist seit Juli 2003 der Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation (ESA); seine Amtszeit wurde im Juni 2010 erneut bis Juni 2015 verlängert.[1]

Dordain schloss seine Ingenieursausbildung an der École Centrale Paris im Jahre 1968 ab. Er begann seine Karriere bei dem französischen Luft- und Raumfahrtforschungsinstitut ONERA (Office national d'études et de recherches aérospatiales), wo er vorwiegend zu Flüssigkeitstreibstoff-Raketenmotoren und zur Mikrogravitation forschte. Von 1973 bis 1987 war er zudem Professor an der École nationale supérieure de l’aéronautique et de l’espace. Von 1977 bis 1993 lehrte er Maschinenbau an der Ecole polytechnique.

1982 wurde er Leiter des Direktorats für Allgemeine Physik der ONERA. In dieser Zeit saß er auch einer Reihe von Untersuchungsausschüssen vor, die das seinerzeit häufige Versagen der europäischen Ariane-Rakete klären sollten.

Seine Laufbahn bei der ESA begann 1986, als er zum Leiter der Abteilung für Mikrogravitation und Raumstationsnutzung (Microgravity and Space Station Utilisation Department) ernannt wurde. Danach wurde er stellvertretender Direktor für Strategie, Planung und Richtlinien für die internationale Zusammenarbeit sowie Direktor für strategische und technische Abschätzungen (Director for Strategy and Technical Assessment) der europäischen Weltraumbehörde. 2001 wurde er zum Director of Launchers (Direktor für Trägerraketen) ernannt.

Jean-Jacques Dordain ist Mitglied der französischen Académie des Technologies und der Académie Nationale de l’Air et de l’Espace. Darüber hinaus fungiert er als Vizepräsident der International Astronautical Federation.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jean-Jacques Dordain to continue as Director General of ESA. ESA, 4. November 2010, abgerufen am 4. November 2010 (englisch).

Literatur[Bearbeiten]

  • Jean-Jacques Dordain, in: Internationales Biographisches Archiv 45/2013 vom 5. November 2013, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)

Weblinks[Bearbeiten]