Jean-Louis Aubert (Dichter)

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Jean-Louis Aubert (* 15. Februar 1731 in Paris; † 10. November 1814 ebenda) auch Abbé Aubert genannt, war ein französischer Weltgeistlicher, Fabeldichter, Journalist und Literaturkritiker.

Jean-Louis Aubert war ein Sohn des Komponisten Jacques Aubert. Er studierte am Collège de Navarre, erhielt die Priesterweihe und wurde zum Chapelain de l'église de Paris ernannt, übte das Amt aber nur kurze Zeit aus. 1751 wurde er Redaktionsmitglied der neugegründeten Affiches de Paris. Ab dieser Zeit widmete er sich nur noch seiner journalistischen und literarischen Tätigkeit. Seine erste Fabeln, deren philosophischer Gehalt Voltaires Beifall fand, erschienen im Mercure de France. 1773–1784 hatte er die Professur der französischen Literatur am Collège de France inne, die eigens für ihn eingerichtet wurde. 1774 wurde er als Nachfolger von François-Louis Claude Marin zum Generaldirektor der Gazette de France und zum königlichen Zensor berufen.

Seine Fabeln zeichnen sich trotz eines gewissen philosophischen Anstrichs der Mehrzahl nach durch Natürlichkeit und Anmut aus. Sie haben oft sehr poetischen Charakter. Auberts gesammelte Schriften erschienen 1775 als Fables et oeuvres diverses in zwei Bänden.

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Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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