Jogo do pau

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Jogo do pau.

Jogo do pau (deutsch: wörtlich Spiel des Stockes, frei Stockfechten) ist eine alte, portugiesische Form des Stockkampfes.

Der Ursprung dieses Kampfstiles liegt, unter anderem, in der mittelalterlichen Fechtkunst, gleichwohl im Laufe der Jahrhunderte eine Beeinflussung von Seiten verschiedener asiatischer Kampfkünste durch portugiesische Seefahrer nicht ausgeschlossen werden kann.

Während der faschistischen Diktatur wurde das jogo do pau nur im Geheimen bzw. im Rahmen folkloristischer Tänze geübt, was fast zum Aussterben dieser alten Tradition geführt hat. Nach der Nelkenrevolution im April 1974 erfuhr diese europäische Kampfkunst eine Renaissance und erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit - nicht nur in Portugal.

Heute wird der Stockkampf, vom Selbstverteidigungsaspekt abgesehen, auch als Wettkampfsport betrieben. Gekämpft wird, ähnlich wie im Kendo, mit einer Vielzahl an Schützern, welche aus dem Rollhockey bzw. Eishockey heraus entwickelt wurden, sowie einer speziell gepolsterten Fechtmaske.

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