Rollhockey
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Rollhockey ist eine Ballsportart, die auf Rollschuhen ausgeübt wird. Je fünf Spieler, ein Torhüter und vier Feldspieler, stehen einander gegenüber und versuchen – ausgestattet mit Hockeyschlägern – einen kleinen mit Kork gefüllten Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. Sieger ist die Mannschaft, die die meisten Tore erzielt.
Klar abzugrenzen ist Rollhockey von den Sportarten Inline-Skaterhockey und Inlinehockey. Diese beiden Sportarten werden körperbetonter gespielt und speziell Inlinehockey ist sehr viel stärker am Eishockey orientiert.
Rollhockey wird mit so genannten klassischen Rollschuhen gespielt. Dadurch sind mit ihnen andere Tricks und Manöver möglich als mit den Inlinern. Dies betrifft in erster Linie die Bremsmanöver und daraus abgeleitet die schnelleren Richtungsänderungen.
Anders als beim Feldhockey dürfen beim Rollhockey beide Seiten des Schlägers benutzt werden.
Vor beiden Toren befindet sich ein Strafraum. Fouls innerhalb des Strafraums werden mit einem Penalty für die gegnerische Mannschaft bestraft. Dies geschieht aber auch, wenn der Torwart den Ball absichtlich festhält.
Die Spielzeit beträgt 2 × 25 Minuten. Im Schüler- und Jugendbereich teilweise nur 15 - 20 Minuten.
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[Bearbeiten] Deutschland
In Deutschland gibt es verschiedene Landesverbände und den Deutschen Rollsport- und Inline-Verband (DRIV) als Dachverband, der die Bundesligen und Deutsche Meisterschaften koordiniert. Hochburg des deutschen Rollhockeysports ist Nordrhein-Westfalen: Von dort stammen neun der zehn Mannschaften, die an der Bundesliga-Saison 2008/09 teilnehmen.
Deutscher Rekordmeister der Herren ist die RESG Walsum mit bislang 16 Titeln.[1] Deutscher Rekordmeister der Damen sind der SC Bison Calenberg (vorher SCC Eldagsen) und der RSC Cronenberg mit jeweils acht Titeln. Aktueller Deutscher Meister sind der RSC Cronenberg bei den Damen und die ERG Iserlohn bei den Herren. Vom RSC Cronenberg stammt auch die einzige existierende reine Mädchenmannschaft in Nordrhein-Westfalen.
Die Damen-Nationalmannschaft des DRIV ist am 23. September 2007 in Alcorcón (Spanien) zum zweiten Mal nach 2003 Europameister geworden und hat 2008 an der Weltmeisterschaft in Japan teilgenommen. Hierbei errang sie den 7. Platz unter zwölf teilnehmenden Nationen.
[Bearbeiten] Schweiz
In der Schweiz treten vermehrt professionelle Vereinsstrukturen auf und es wird verstärkt im Juniorenbereich gearbeitet. Auftrieb gaben hier die Erfolge der Herrennationalmannschaft: Die Schweizer Herren gewannen bei der Europameisterschaft 2006 überraschend das Halbfinale gegen Gastgeber Italien mit 5:3 im Penaltyschießen und zogen so zum ersten Mal in das Finale ein. Dort unterlagen sie Spanien mit 0:2 und errangen die Silbermedaille. Bei der Weltmeisterschaft 2007 im eigenen Land verlor die Schweizer Mannschaft im Finale erneut gegen Spanien. Der viermalige Deutsche Meister RSV Weil am Rhein nimmt seit seinem Wechsel in den Verband der Schweiz im Jahr 2004 am regulären Spielbetrieb sehr erfolgreich teil und vertritt die Schweiz auch international im Europapokal, in dem man 2008/2009 gleich zwei deutsche Mannschaften ausschalten konnte.
[Bearbeiten] International
Im Gegensatz zu Deutschland, wo Rollhockey eine Randsportart ist, erfreut sich der Sport in Italien, Spanien und Portugal großer Beliebtheit und es ist keine Seltenheit, dass ein Spiel vor einigen Tausend Zuschauern ausgetragen wird. Die Nationalmannschaften dieser Länder sind auch die stärksten in Europa.
1992 war Rollhockey dank Juan Antonio Samaranch, der in den 1950er-Jahren spanischer Nationaltorwart war, olympische Demonstrationssportart. Es war die einzige Sportart, deren sämtliche Spiele ausverkauft waren. Das Finale gewann Argentinien vor 17.000 Zuschauern mit 8:6 gegen Spanien. Der Zuschauerrekord liegt bei 125.000 Zuschauer beim Meisterschaftsfinale in Brasilien 1962.
Im Jahr 2008 fand die Herren-EM in Oviedo (Spanien) statt. 2009 ist der Austragungsort der WM in Vigo. In Wuppertal werden nach 1997 (Weltmeistertitel Italien) 2011 wieder die Weltmeisterschaften stattfinden.

