Johann Benedict Listing
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Johann Benedict Listing (* 25. Juli 1808 in Frankfurt am Main; † 24. Dezember 1882 in Göttingen) war ein deutscher Mathematiker.
Er studierte Mathematik und Architektur an der Universität Göttingen, besaß jedoch ein viel breiteres Spektrum an Interessen, darunter Erdmagnetismus und physiologische Optik. Ab 1847 war er Professor für Physik in Göttingen.
Durch seinen Professor Carl Friedrich Gauß begann Listing sich auf die Topologie zu spezialisieren, die zu dieser Zeit noch analysis situs genannt wurde. Er verfasste 1847 mit den Vorstudien zur Topologie ein Lehrbuch zur Topologie, wobei er diesen Begriff bereits zehn Jahre zuvor in seinen Briefen verwandt hatte. Durch dieses Buch ging der Begriff in allgemeinen Gebrauch über.
Unabhängig von August Ferdinand Möbius entdeckte Listing 1858 die besonderen Eigenschaften des Möbiusbandes.
[Bearbeiten] Literatur
Ernst Breitenberger: Johann Benedict Listing. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 14, Duncker & Humblot, Berlin 1985, S. 700 f.
[Bearbeiten] Weblinks
- Literatur von und über Johann Benedict Listing im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Johann Benedict Listing im MacTutor History of Mathematics archive (englisch)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Listing, Johann Benedict |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Mathematiker |
| GEBURTSDATUM | 25. Juli 1808 |
| GEBURTSORT | Frankfurt am Main |
| STERBEDATUM | 24. Dezember 1882 |
| STERBEORT | Göttingen |

