Johann Joseph Ignaz Brentner

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Johann Joseph Ignaz Brentner (tschechisch Jan Josef Ignác Brentner) (* 3. November 1689 in Dobrzan; † 28. Juni 1742 ebenda) war ein böhmischer Komponist des Spätbarock.

Brentners Vater war Bürgermeister in Dobrzan. Zwischen 1717 und 1720 lebte Johann Joseph Brentner in Prag, wo er mehrere Werke veröffentlichte. Brentner scheint mit der religiösen Sankt Nikolaus Bruderschaft in der Prager Kleinseite verbunden gewesen zu sein. Für diese schrieb er mehrere "Deutsche Trauermotetten". Seine „Offertoria solenniora“ op. 2 waren seinem Gönner Raymund Wilfert, dem Abt des Stift Tepl gewidmet.

Brentner Musik ist im spätbarocken Konzertstil gehalten und gelegentlich von schlichten liedhaften Motiven geprägt. Viele seiner Arien sind in der Form der Da-capo-Arie gesetzt und die der „Hymnodia divina“ sind bemerkenswert für die konzertante Handhabung der begleitenden Soloinstrumente, vor allem der Violine. Im Kloster Strahov wurden Brentners Werke bis ins 19. Jahrhundert hinein aufgeführt.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Harmonica duodecatometria ecclesiastica seu ariae duodecim, Op. 1 (Prag, 1717)
  • Offertoria solenniora, Op.2 (Prag, 1717)
  • Vesperae Hymnodia Divina, Op.3 (Prag, 1719)
  • Laudate Deum für S.A.T.B., 2 Violinen, Viola und Orgel
  • Laudate Dominum für S.A.T.B., 2 Violinen, Viola und Orgel
  • Laudes matutinae (verschollen)
  • Litanae de beata virgine für S.A.T.B., 2 Violinen, Viola und Orgel
  • Sag an was ist die Welt, Motette pro defunctis für S.A.T.B., 2 Violinen, Viola und Orgel
Instrumental
  • Horæ pomeridianæ seu concertus cammerales, Op. 4 (Prag, 1720) - Sechs Kammerconcerti
  • Verschiedene Partiten in unterschiedlichen Besetzungen (Autorenschaft unsicher)