Johann Martin Rubert

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Johann Martin Rubert 1663

Johann Martin Rubert, auch Rubbert oder Rupert (* um 1615 in Nürnberg; † 24. Mai 1677 in Stralsund), war ein deutscher Organist und Komponist.

Leben[Bearbeiten]

Johann Martin Rubert erhielt seit seiner Kindheit eine musikalische Ausbildung und wurde wegen seines Talents vom Rat der Stadt Nürnberg gefördert. Später studierte er in Leipzig. Vor 1645 war er „Fürstlicher Markgrefflicher Musicus, Hoforganist und Kammerdiener“ zu Plassenburg. In Hamburg war er der erste namentlich bekannte Organist am Positiv des Waisenhauses. Dort nahm er Unterricht bei Heinrich Scheidemann und lernte wahrscheinlich Johann Rist kennen, der ihm später in seinem Parnass zwei Lobgedichte widmete.

1646 folgte er einem Ruf nach Stralsund, wo er bis an sein Lebensende als Organist an der Nikolaikirche tätig war. Ruberts Kompositionen erschienen bereits zu seinen Lebzeiten im Druck. Das älteste Stralsunder Gesangbuch von 1665 enthält Gesänge von Rubert. Er genoss in Stralsund ein hohes Ansehen und verkehrte in den höchsten Kreisen der Stadt.

Kompositionen[Bearbeiten]

  • Friedens-Freude in 4-stimmigen Arien. Hamburg 1645.
  • Weltliche musicalische Arien, 1. Theil, zu 2 bis 3 Stimmen mit Instrumentalstimmen. Stralsund 1647.
  • Musikalische Seelen-Erquickung, aus hochgelahrter Leute Predigten entlehnet, und mit 1. 2. 3 Vocalstimmern und 2 bis 5 Violen nebst dem Basso continuo auf besondere Dialogen-Art gesetzet. Neumann, Stralsund 1664. (12 geistliche Konzerte)

Literatur[Bearbeiten]

  • Robert EitnerRubert, Johann Martin. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 29, Duncker & Humblot, Leipzig 1889, S. 431 f.
  • Rubert, Johann Martin. In: Grete Grewolls: Wer war wer in Mecklenburg-Vorpommern? Ein Personenlexikon. Edition Temmen, Bremen 1995, ISBN 3-86108-282-9, S. 363.
  • Carl von Winterfeld: Der evangelische Kirchengesang und sein Verhältniss zur Kunst des Tonsatzes. Teil 2, Breitkopf und Härtel, Leipzig 1845, S. 463 f. (Digitalisat)

Weblinks[Bearbeiten]