Johann Niemann

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Johann Niemann (* 4. August 1913 in Völlen; † 14. Oktober 1943 im Vernichtungslager Sobibor) war als deutscher SS-Untersturmführer Angehöriger der Lagermannschaft im Vernichtungslager Sobibor.

Leben[Bearbeiten]

Niemann, von Beruf Maler, wurde 1931 Mitglied der NSDAP (Mitgliedsnr. 753.836) und trat auch der SS (Mitgliedsnr. 270.600) bei. Zwischen 1934 und 1941 war er im KZ Esterwegen und dem KZ Sachsenhausen eingesetzt. Anschließend war er im Zuge der „Aktion T4“ als Leichenbrenner in der NS-Tötungsanstalt Bernburg tätig. Im Rahmen der „Aktion Reinhardt“ erfolgte danach ein Einsatz im Vernichtungslager Belzec, bis er dauerhaft in das Vernichtungslager Sobibor versetzt wurde. Dort hatte er zeitweise die Funktion des diensthabenden Lagerkommandanten inne.

Niemann kam nach einem Ausritt zu Pferde pünktlich am 14. Oktober 1943 zu einer Anprobe seiner Uniform in der Schneiderei an und wurde als erster SS-Mann während des Aufstands von Sobibor durch den Häftling Arkadij Schubajew mit zwei Axthieben getötet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Informationsmaterial des Bildungswerks Stanislaw Hantz e.V.: Schöne Zeiten – Materialsammlung zu den Vernichtungslagern der Aktion Reinhardt Belzec, Sobibor, Treblinka, Reader
  • Barbara Distel: Sobibor. S. 376 ff. In: Wolfgang Benz, Barbara Diestel: Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. 8.Bd. Beck. München 2008. ISBN 3406572375

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