Johannes Baptista Montanus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Johannes Baptista Montanus

Johannes Baptista Montanus (auch: Giovanni Battista Monte, Gian Battista Da Monte) (* 1498 in Verona; † 6. Mai 1551) war Professor an der Universität Ferrara und Padua.[1] Er wurde als der "zweite Galen" angesehen.[2]

Montanus war ein Kommilitone und Freund von Andreas Vesalius.[1]

Er etablierte die klinische Medizin. Er war der erste in Europa, der Medizin und Diagnose in Gegenwart der Patienten lehrte und erteilte als Erster im Hospital San Francesco in Padua klinischen Unterricht.[1] Zu seinen Schülern gehörten u. a. Valentinus Lublinus[1] und Johann Crato von Krafftheim.[3]

Montanus führte die Autopsie als ein Mittel ein, medizinisches Wissen insbesondere in der Anatomie zu erwerben. Hierfür wurde später (in den 90er Jahren des 16. Jahrhunderts) durch Girolamo Fabrizio (Hieronymus Fabricius ab Aquapendente) das erste permanente anatomische Theater eingerichtet.

Er gab die Schriften Galens, Rhazes und Avicennas in verschiedenen Ausgaben heraus[1] und soll 1545 an der Gründung des heute ältesten universitären Botanischen Gartens beteiligt gewesen sein.

Werke[Bearbeiten]

  • Expectatissimae in primam & secundam partem Aphorismorum Hippocratis lectiones, summa cura collectae: exactissimaque diligentia recognitae. - Venetiis : apud Balthassarem Constantinum ad signum diui Georgii; 1555
  • In primam Fen libri primi Canonis Auicennae explanatio. à Valentino Lublino Polono collecta. - Venetiis : apud Baltassarem Constantinum ad signum diui Georgii; 1554

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e Sonia Horn: Des Propstes heilkundlicher Schatz. Medizinische Universität Wien.
  2. Udo Roth: Der Altdorfer Mediziner Kaspar Hofmann. In: Hanspeter Marti, Karin Marti-Weissenbach: Nürnbergs Hochschule in Altdorf: Beiträge zur frühneuzeitlichen Wissenschafts- und Bildungsgeschichte. Böhlau Verlag, Köln und Weimar 2014. ISBN 978-3412223373. S. 76.
  3. Crato von Krafftheim. In: Rudolf Vierhaus (Hrsg.): Deutsche Biographische Enzyklopädie (DBE). 2. Auflage. Band 2 (Brann – Einslin), K. G. Saur, München/Leipzig 2005, ISBN 978-3-598-25032-3, S. 435