Johannes Hispalensis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Johannes Hispalensis (auch: Johannes Hispaniensis; Johannes von Sevilla; Johannes (David) Toletanus) war ein spanischer Übersetzer des 12. Jahrhunderts.

Er war ein konvertierter jüdischer Gelehrter. Sein jüdischer Name ist nicht mehr bekannt. Die Identität mit Avendeut (auch Avendehut; Aven Daud; Avendar) ist immer noch strittig.

Johannes Hispalensis war einer der ersten Übersetzer für Arabisch. Er arbeitete zunächst in Limia, Portugal und dann in Toledo (vgl.: Übersetzerschule von Toledo). Er übersetzte hauptsächlich mathematische, astronomische und astrologische Texte, auch einige philosophische und medizinische Werke. Er arbeitete zusammen mit dem Erzdiakon Dominicus Gundisalvi. Man vermutet ihn als den Urheber des Toledobriefs, einer Katastrophenprognose, die 1185 in Europa kursierte.

Man muss ihn unterscheiden von dem Erzbischof Johannes von Sevilla († 1166).

Literatur[Bearbeiten]

  • Klaus Reinhardt: Johannes Hispalensis. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 3, Bautz, Herzberg 1992, ISBN 3-88309-035-2, Sp. 572–574.
  • Charles Burnett, "Weather Forecasting, Lunar Mansions and a Disputed Attribution: The Tractatus Pluviarum et Aeris Mutationis And Epitome Totius Astrologiae Of ‘Iohannes Hispalensis’," in Wim Raven and Anna Akasoy (eds), Islamic Thought in the Middle Ages: Studies in Text, Transmission and Translation, in Honour of Hans Daiber (Leiden, Brill, 2008) (Islamic Philosophy, Theology and Science. Texts and Studies, 75), 219-266.

Weblinks[Bearbeiten]