Journal of the European Economic Association

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Das Journal of the European Economic Association (JEEA) ist eine wirtschaftswissenschaftliche Zeitschrift, die alle zwei Monate im Namen der European Economic Association (EEA) durch Wiley-Blackwell herausgegeben wird. Selbsterklärtes Ziel des JEEA ist die Förderung der Ziele der EEA, der Entwicklung und Anwendung der Volkswirtschaftslehre als Wissenschaft und der Kommunikation sowie des Austauschs zwischen Lehrern, Forschern und Schülern der Volkswirtschaftslehre. Das JEEA gehört zu den besten 10 Prozent volkswirtschaftlicher Publikationen.

Geschichte[Bearbeiten]

Nachdem zunächst die European Economic Review (EER), herausgegeben durch Elsevier, seit 1986 die offizielle Zeitschrift der European Economic Association gewesen war, wurde 2003 das Journal of the European Economic Association neu geschaffen, um speziell diese Rolle zu erfüllen. Grund für die Aufkündigung des Vertrages mit Elsevier war und den Wechsel zum JEEA als offizielle Zeitschrift der EEA zum einen Unzufriedenheit damit, dass die EEA nicht Eigentümer der EER war, zum anderen der durch Elsevier bestimmte Kaufpreis der EER, den viele EEA-Mitglieder als zu hoch empfanden.[1] Die Publizierung des JEEA wurde zunächst dem Verlag MIT Press übertragen, ging jedoch 2011 an Wiley-Blackwell über. Erster Chefredakteur des JEEA war Xavier Vives, dessen Amt 2009 Fabrizio Zilibotti übernahm. Die derzeitige Redaktion besteht aus Fabio Canova, Stefano Della Vigna, Zilibotti und Dirk Bergemann.[2]

Inhalte[Bearbeiten]

Das Journal of the European Economic Association heißt Artikelvorschläge aus allen Gebieten der Volkswirtschaftslehre willkommen und hat keine spezifische methodologische oder inhaltliche Präferenz. Zu den Forschungsfeldern zu denen bisher in dem JEEA publiziert wurde, gehören angewandte Ökonometrie, Verhaltensökonomik, Wirtschaftswachstum und Entwicklungsökonomie, Wirtschaftstheorie, experimentelle Ökonomik, Finanzwissenschaft, Makroökonomie, Organisationstheorie und politische Ökonomie.

Rezeption[Bearbeiten]

In einer Studie von Kalaitzidakis et al. (2011) belegte das Journal of the European Economic Association Platz 19 von 209 ausgewerteten Publikationen.[3] Im wirtschaftswissenschaftlichen Publikationsranking des Tinbergen-Instituts an der Universität Amsterdam wird das Journal of the European Economic Association in der Kategorie A („sehr gute allgemeine wirtschaftswissenschaftliche Fachzeitschriften und Spitzenzeitschriften im jeweiligen Fachgebiet“) geführt.[4]

Renommierte Artikel[Bearbeiten]

Zu den Artikeln, die großen Einfluss auf die moderne Volkswirtschaftslehre gehabt haben und in dem Journal of the European Economic Association publiziert wurden, gehören:[5]

  • Smets, Frank, Raf Wouters (2003): An Estimated Dynamic Stochastic General Equilibrium Model of the Euro Area;
  • Rochet, Jean-Charles, Jean Tirole (2003): Platform Competition in Two-Sided Markets;
  • Acemoğlu, Daron, Philippe Aghion, Fabrizio Zilibotti (2006): Distance to Frontier and Economic Growth.

Weitere wichtige Beiträge erfolgten durch Alesina, Campante und Tabellini (2008), Gali und Salido (2007), Stock und Watson (2005), Blundell, Costa Dias und Meghir (2004), Fehr und List (2004) sowie Tabellini (2010).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. European Economic Association: Journal History (Zugriff: 24. Dezember 2012)
  2. European Economic Association: Editorial Board 2013 (Englisch)
  3. Kalaitzidakis, Pantelis, Theofanis P. Mamuneas, Thanasis Stengos (2011): An updated ranking of academic journals in economics, Canadian Journal of Economics, Vol. 44, Nr. 4, S. 1525-1538. (PDF-Datei; 329 kB)
  4. Zeitschriftenranking des Tinbergen-Instituts (Englisch)
  5. JEEA: 10th Anniversary Virtual Issue (Englisch) (PDF-Datei; 38 kB)

Weblinks[Bearbeiten]