Julie von Voß

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Julie von Voß, Gräfin Ingenheim, um 1785

Julie Amalie Elisabeth von Voß, Gräfin von Ingenheim (* 4. Juli 1766 in Buch bei Berlin; † 25. März 1789 Berlin) war Hofdame und spätere Ehefrau des preußischen Königs Friedrich Wilhelm II.

Leben[Bearbeiten]

Julie war die Tochter von Friedrich Christian von Voß und seiner Ehefrau Amalie Ottilia von Vieregg. Theodor Fontane berichtet, im Kirchenbuch zu Buch soll ihr Name bei Geburt und Tod als Elisabeth Amalie von Voß eingetragen worden sein.

1783 wurde sie – wie ihre Tante Sophie, die spätere Oberhofmeisterin der Königin Luise – Hofdame bei der Königin Elisabeth Christine. Dort lernte sie den Kronprinzen Friedrich Wilhelm kennen.

Die schriftliche Einwilligung zur morganatischen Heirat hatte der mittlerweile König gewordene Prinz durch seine Frau, Königin Friederike Luise, erhalten, die nach sieben Geburten ihre ehelichen Pflichten als erfüllt ansah. Die „Zweitehe“ wurde am 7. April 1787 in der Charlottenburger Schlosskapelle geschlossen. Im November 1787 erhob Friedrich Wilhelm II. Julie von Voss zur Gräfin von Ingenheim.

Nur zwei Jahre später, am 25. März 1789, erlag sie im Alter von 22 Jahren der galoppierenden Schwindsucht (Lungentuberkulose), die unmittelbar nach der Geburt ihres Sohnes Gustav Adolf (1789–1855) zum Ausbruch gekommen war.

Am 1. April wurde sie in der Schlosskirche von Buch in einer Gruft in der Nähe des Altars beigesetzt, was laut Theodor Fontane auf ihren eigenen Wunsch geschah. Anstatt ihren Namen auf einem Epitaph zu verewigen, wurde die Inschrift „Soror optima, amica patriae“ auf ihr Grab hinzugefügt.

Ausführlich hat Theodor Fontane den Briefwechsel mit ihrer Tante durch die Jahre wiedergegeben.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]