Kölner Progressive

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Die Kölner Progressive (auch „Gruppe progressiver Künstler“) war eine Künstlergruppe um die Maler Franz Wilhelm Seiwert, Heinrich Hoerle und den Fotografen August Sander, die Anfang der 1920er Jahre gegründet wurde. Gemeinsames Konzept war es, die Menschen und Sozialstrukturen ihrer Zeit im Bild zu dokumentieren.

Zum engeren Umfeld gehörten weiterhin der Maler Gottfried Brockmann, der Grafiker Gerd Arntz, die Bildhauer Otto Freundlich und Hans Schmitz, die Schriftsteller Ludwig Mathar, Dettmar Heinrich Sarnetzki und Otto Brües sowie die Architekten Hans Heinz Lüttgen und Wilhelm Riphahn. Sie hielten sich von 1919 bis 1921 im Junkerhaus in Simonskall im Rahmen des Experimentes Kalltalgemeinschaft auf. Später stieß der Bilder- und Glasmaler Ludwig Egidius Ronig hinzu, der 1932 mit Seiwert, Hoerle, Räderscheidt und Davringhausen die ein Jahr später wiederaufgelöste avantgardistische Gruppe 32 gründete.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Uli Bohnen: Das Gesetz der Welt ist die Änderung der Welt. Die rheinische Gruppe progressiver Künstler (1918-1933). Karin Kramer Verlag, Berlin 1976, ISBN 3-87956-077-3 (Diss. Tübingen, 1974).
  • Lynette Roth (Hrsg.): köln progressiv 1920-33. seiwert, hoerle, arntz. König, Köln 2008, ISBN 978-3-86560-383-8 (Katalog der gleichnamigen Ausstellung im Kölner Museum Ludwig, 15. März - 15. Juni 2008).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Ludwig E. Ronig , Malerei Zeichnung“ Ausstellungskatalog, Führer des Rheinischen Landesmuseums Bonn von Sylvia Böhmer und Gabriele Lueg im Auftrag des Landschaftsverbandes Rheinland 1984, Rheinland-Verlag GmbH, Köln Lithos: Peukert & Co, Köln Druck: B. Kühlen KG, Mönchengladbach ISBN 3-7927-0833-7