Königstraße (Dresden)
| Königstraße | |
|---|---|
| Straße in Dresden | |
| Königstraße, Blickrichtung Japanisches Palais | |
| Basisdaten | |
| Ort | Dresden |
| Ortsteil | Innere Neustadt |
| Angelegt | 1722 bis 1732 |
| Neugestaltet | ab 1990 |
| Querstraßen | Obergraben, Wallgässchen, Nieritzstraße, Rähnitzgasse, An der Dreikönigskirche |
| Plätze | Palaisplatz, Albertplatz |
| Bauwerke | Dreikönigskirche |
| Nutzung | |
| Nutzergruppen | Fußverkehr, Radverkehr, Autoverkehr |
| Straßengestaltung | Barocke Wohnhäuser, Lindenbäume |
| Technische Daten | |
| Straßenlänge | 450 m |
Die Königstraße in Dresden ist eine barocke Prachtstraße. Sie führt vom Japanischen Palais zum Albertplatz.
Inhaltsverzeichnis |
Entstehung[Bearbeiten]
August der Starke ließ nach dem Stadtbrand von 1685 rechts der Elbe die Neue Königstadt – heute nur noch Neustadt genannt – als barocke Planstadt errichten. Zwischen 1722 und 1732 entstand so auch die Königstraße. Sie wurde von Matthäus Daniel Pöppelmann entworfen. Das Konzept sah eine etwa 340 Meter lange und 30 Meter breite lindenbepflanzte Prachtstraße mit einheitlichen, aber trotzdem individuell unterschiedlichen Häuserensembles vor, die sich als optischer Auftakt zum Japanische Palais verstand. So entstanden edle zurückhaltende Bauten mit schönen Innenhöfen, die teilweise bis zur Rähnitzgasse oder zum Wallgäßchen weiterführen.
Als einziges Dresdner Barockwohnquartier überstand die Umgebung der Königstraße die Bombenangriffe während des Zweiten Weltkriegs relativ unbeschädigt und wurde auch zu DDR-Zeiten trotz anderslautender Pläne nicht abgerissen.
Ab 1990 wurden die König- und benachbarte Straßen umfassend restauriert und renoviert. Heute beherbergt die Königstraße zahlreiche gute Geschäfte und Restaurants bzw. Kanzleien und Wohnungen.
Einzelne Gebäude[Bearbeiten]
Die Grundmauern der Häuser Nr. 3 und 5 gehen möglicherweise noch auf die Zeit vor dem Stadtbrand zurück.
Im Haus Nr. 5a lebte ab 1775 Philipp Daniel Lippert, der Verwalter der Antikensammlung der Kunstakademie. Das Gebäude wurde 1994 saniert und ist nach seinem einstigen Bewohner benannt.
Zwischen der Hauptstraße und der Königstraße befindet sich die barocke Dreikönigskirche. Schräg gegenüber der Kirche befindet sich seit dem April 2002 im Kellergewölbe des Hauses Nr. 15 der Jazzclub Tonne.
Das Japanische Palais schließt den Blick durch die Königstraße ab. Am anderen Ende der Straße befand sich das Schwarze Tor wo sich heute der Albertplatz befindet. Daran erinnert heute unter anderem noch die Sackgasse Am Schwarzen Tor auf der anderen Seite der Albertstraße.
Literatur[Bearbeiten]
- Folke Stimmel: Stadtlexikon Dresden A–Z. Verlag der Kunst, Dresden 1995, ISBN 3-364-00300-9.
- Fritz Löffler: Das Alte Dresden. Geschichte seiner Bauten. Seemann Verlag, Leipzig 1999, ISBN 3-363-00007-3.
- Lutz Rosenpflanzer: Barocke Bürgerhäuser in Dresden. Verlag der Kunst, Dresden 2002, ISBN 3-364-00382-3.
- Stefan Hertzig: Das Dresdner Bürgerhaus in der Zeit Augusts des Starken. Zur Entstehung und Wesen des Dresdner Barock. Gesellschaft Historischer Neumarkt, Dresden 2001, ISBN 3-9807739-0-6 (zugl. Dissertation, Universität Saarbrücken 1999).
Weblinks[Bearbeiten]
51.06094444444413.741Koordinaten: 51° 3′ 39″ N, 13° 44′ 28″ O