Kabulistan

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Unter Kabulistan (persisch ‏کابلستان‎) und Zabulistan (persisch: ‏زابلستان ‎) versteht man die Gebiete der Provinzen Kabul und Zabul, die im Laufe der mindestens 2500-jährigen Geschichte dieser Gebiete von verschiedenen Dynastien regiert wurden. Der in der Nähe von Maschhad geborene und am Hofe von Mahmud von Ghazni (alte Bezeichnung von Ghazni, ca. 180 km von der Stadt Kabul entfernt) wirkende Abū l-Qāsem-e Ferdousī verwendete sehr häufig die obigen Begriffe in seinem Schāhnāme (Königsbuch).

Von 1858 bis ca. 1911 gab es tatsächlich einen Staat namens „Kabulistan“. Seine Flagge war ähnlich wie die heutige französische Flagge.

Heute wird von dem Begriff „Kabulistan“ hin und wieder ironisch Gebrauch gemacht, um die mehr oder weniger auf die Hauptstadt (wenn überhaupt) begrenzte Autorität der Zentralregierung zu charakterisieren.[1]

Rodaba bzw. Rudabeh Kabuli aus Kabul, ist laut der iranischen Mythologie die Prinzessin von Kabul und die Mutter von Rostam, Prinz von Zabulistan. In der Geschichte ist sie als „Rostamina“ (die Frau, die Rostam gebar) eingegangen. Laut dem persischen „Königsbuch“ (Schāhnāme) wurde die Geburt in Zabulistan durch einen Kaiserschnitt eingeleitet.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. siehe zum Beispiel: Widerstand in Afghanistan – Warnung vor "Kabulistan", Süddeutsche Zeitung, 26. August 2003. Abgerufen am 12. April 2009.

Weblinks[Bearbeiten]