Katholisch-Apostolische Kirche Brasiliens

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Die Katholisch-Apostolische Kirche Brasiliens (portugiesisch Igreja Católica Apostólica Brasileira) ist eine 1945 gegründete unabhängige katholische Kirche mit Schwerpunkt in Brasilien.

Die Katholisch-Apostolische Kirche Brasiliens wurde am 18. August 1945 vom ehemaligen katholischen Bischof von Botucatu Carlos Duarte Costa gegründet. In der neuen Kirche fanden verschiedene Kräfte zueinander, die schon seit längerer Zeit eine reformorientierte Nationalkirche für Brasilien schaffen wollten. Konflikte mit der Leitung der römisch-katholischen Kirche, welche zum Bruch führten, bestanden unter anderem auf Grund der Ablehnung des Unfehlbarkeitsdogmas und der als profaschistisch empfundenen Politik des Vatikans gegenüber den Regimen in Brasilien, Italien und Deutschland durch Duarte Costa.

Duarte Costa ordinierte eigene Priester und auch Bischöfe, darunter Salomão Barbosa Ferraz. Mehrere Geistliche wurden auch ins Ausland entsandt. Die Sukzessionslinie der Mariaviten in Felicjanow wird von der Katholisch-Apostolischen Kirche Brasiliens nicht als gültig anerkannt, da diese Frauen ordiniert. Daher werden die Ämter der Mariaviten nicht nur als ungültig anerkannt, sondern man geht bei ICAB davon aus, dass diese ihre apostolische Nachfolge verloren haben.

In den 1960er Jahren kam es innerhalb der neuen Kirche zu Streitigkeiten. Barbosa Ferraz kehrte in die Römisch-Katholische Kirche zurück. Neuer Patriarch der katholischen Kirche wurde Luis Fernando Castillo Mendez. Seit dem Tod von Patriarch Luis Fernando Castillo Mendez Ende 2009 ist Dom Josivaldo der Präsident der Igreja Católica Apostólica Brasileira. Die Kirche hat nach eigenen Angaben 40 Bischöfe in 22 Diözesen mit 500.000 Gläubigen.

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