Keratoconjunctivitis photoelectrica

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Klassifikation nach ICD-10
H16.1 Sonstige oberflächliche Keratitis ohne Konjunktivitis
H16.2 Keratokonjunktivitis
T26.4 Verbrennung des Auges und seiner Anhangsgebilde, Teil nicht näher bezeichnet
ICD-10 online (WHO-Version 2013)

Die Keratoconjunctivitis photoelectrica, Keratitis photoelectrica, Photokeratitis oder Verblitzung, ist eine Schädigung der Hornhaut des Auges, die durch starke UV-Einstrahlung hervorgerufen wird. Häufige Ursachen sind Schweißen ohne Abschirmung (z. B. Schutzbrille), Quarzlampenbestrahlung oder Lichtstrahlung im Hochgebirge.

Der Schädigungsmechanismus entspricht dem des Sonnenbrandes. Eine Schädigung der teilungsaktiven Zellen des Epithels durch die Strahlung führt nach einer charakteristischen Latenzzeit von etwa acht Stunden zum Absterben der betroffenen Zellen mit der Folge einer entzündlichen Reaktion des umgebenden Gewebes. Auf der Hornhaut des Auges kommt es zu feinfleckigen Defekten (Keratitis superficialis punctata) der oberen Schicht, die typischerweise starke Schmerzen, Lidkrampf, Tränenfluss und eine Sehschärfenminderung verursachen.

Die Symptome treten wegen der Latenzzeit in der Regel in den frühen Morgenstunden auf. Mit einer Heilung ist wegen der Regenerationsfähigkeit des Hornhautepithels meist bereits nach 24–48 Stunden zu rechnen. Die Therapie beschränkt sich auf schmerzlindernde Maßnahmen (Augensalbe, Schmerztabletten). Lokalanästhetika werden nur zur Diagnostik eingesetzt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Axenfeld/Pau: Lehrbuch und Atlas der Augenheilkunde. Unter Mitarbeit von R. Sachsenweger u. a., Stuttgart: Gustav Fischer Verlag, 1980, ISBN 3-437-00255-4

Weblinks[Bearbeiten]

Gesundheitshinweis Dieser Artikel bietet einen allgemeinen Überblick zu einem Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu diese Hinweise zu Gesundheitsthemen beachten!