Klassisches Latein

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Das klassische Latein war eine hochstilisierte Literatursprache, welche sich eigenständig aus dem Altlateinischen entwickelte. Klassisches Latein war die Sprache der Bildungsbürger des Römischen Reichs. Das vom Volk gesprochene Latein (sermo vulgaris oder sermo plebeius) wird Vulgärlatein genannt.

Die früheste lateinische Literatur (z. B. Cato der Ältere, Plautus und Terenz) gehört noch nicht zum klassischen Latein. Typische Repräsentanten des klassischen Lateins sind zum Beispiel Cicero und Caesar. Auch die Dichter Ovid und Vergil werden zu dieser Epoche gezählt.

In der frühen Kaiserzeit nahmen die Unterschiede zwischen dem klassischen Latein und dem vom Volk gesprochenen Latein zu. Grammatik und Vokabular entwickelten sich auseinander, mit der Zeit auch die Aussprache. Im 1. Jahrhundert n. Chr. kam die sprachliche Entwicklung des klassischen Lateins allmählich zum Stillstand. Die Formen und Wörter, die sich zuvor lebendig entwickelt hatten, wurden im klassischen Latein zunehmend unveränderlich, im Gegensatz zum weiterhin lebendigen Vulgärlatein, das immer mehr Innovationen aufwies.

Klassisches Latein kannte weder Unterscheidung zwischen Groß- und Kleinbuchstaben (Majuskeln und Minuskeln) noch irgendwelche Satzzeichen.

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