Klaus Grote

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Klaus Grote (* 12. September 1947) ist ein deutscher Prähistoriker. Grote war bis Ende Oktober 2012 Leiter der archäologischen Denkmalpflege für den Landkreis Göttingen.

Werdegang[Bearbeiten]

Grote studierte Ur- und Frühgeschichte an der Universität Göttingen. Er schrieb seine Magisterarbeit 1975 über das südniedersächsische Bergland-Mesolithikum.

Von 1977 bis 1979 war er im Niedersächsischen Institut für Denkmalpflege (Archäologie) in Hannover tätig. Seit 1979 ist er Leiter der archäologischen Denkmalpflege für das Kreisgebiet Göttingens.

1994 verfasste Grote seine Dissertation an der Universität Hamburg über die urgeschichtliche Besiedlung unter den Abris im Buntsandsteingebiet bei Göttingen. Im Rahmen des der Dissertation vorausgegangenem Forschungsprojektes untersuchte er unter anderem das Abri IX am Bettenröder Berg.

Im Jahre 1997 erhielt Grote den Förderpreis der „Dr. Helmut und Hannelore Greve Stiftung für Wissenschaften und Kultur“. Grote gelang ab 1998 der Nachweis des Römerlagers Hedemünden, das als bisher nördlichstes bekanntes römisches Militärlager in Deutschland gilt und schließlich 2007 der dazugehörige Außenposten Kring.

Schriften und Werke[Bearbeiten]

  • mit H. D. Freese, Die Felsschutzdächer im südniedersächsischen Bergland. In: NNU 51, 1982, 17-70.
  • mit Sven Schütte (Bearb.): Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland. Band 17: Stadt und Landkreis Göttingen. Stuttgart 1988
  • Urgeschichtlich besiedelte Felsdächer (Abris) In: 10 Jahre Kreisarchäologie Göttingen (Braunschweig 1989) 8-11.
  • Die Buntsandsteinabris im südniedersächsischen Bergland. Die Kunde N.F. 39, 1988, 1-43.
  • Die Abris im südlichen Leinebergland bei Göttingen. Archäologische Befunde zum Leben unter Felsschutzdächern. Band 1-3 (Oldenburg 1994). (Dissertation)
  • Neue Aspekte zu Burgen des Frühmittelalters in Südniedersachsen. In: Südniedersachsen 3, 1995, S. 73–79.
  • Zum Leben unter Felsschutzdächern. Jäger und Sammler in Südniedersachsen am Ende der letzten Eiszeit. In: EisZeit Katalog zur Ausstellung (Hildesheim, Stuttgart 1999).
  • Stützpunkt der römischen Expansionspolitik. Das Römerlager bei Hedemünden an der Werra. Ein Vorbericht. In: Göttinger Jahrbuch 52 (2004), S. 5–12.
  • Römer an der Werra. Das Militärlager bei Hedemünden im südlichen Niedersachsen. Archäologie in Niedersachsen 8, 2005, S. 113-117.
  • Römerlager Hedemünden. Herausgegeben vom Mündener Heimat- und Geschichtsverein Sydekum. Hann. Münden 2005. 82 Seiten. ISBN 3-925451-358
  • Das Römerlager im Werratal bei Hedemünden (Ldkr. Göttingen). Ein neuentdeckter Stützpunkt der augusteischen Okkupationsvorstöße im rechtsrheinischen Germanien. In: Germania 84 (1. Halbband), 2006, S. 27-59.
  • Römerlager Hedemünden. Der augusteische Stützpunkt, seine Außenanlagen, seine Funde und Befunde, Dresden, 2012

Weblinks[Bearbeiten]