Landkreis Göttingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Göttingen Deutschlandkarte, Position des Landkreises Göttingen hervorgehoben51.59.93Koordinaten: 51° 30′ N, 9° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Verwaltungssitz: Göttingen
Fläche: 1.117,47 km²
Einwohner: 248.249 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 222 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: GÖ, DUD, HMÜ, Göttingen: nur GÖ Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Kfz enthält Kleinbuchstaben
Kreisschlüssel: 03 1 52
Kreisgliederung: 29 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Reinhäuser Landstraße 4
37083 Göttingen
Webpräsenz: www.landkreis-goettingen.de
Landrat: Bernhard Reuter (SPD)
Lage des Landkreises Göttingen in Niedersachsen
Landkreis Göttingen Landkreis Holzminden Landkreis Schaumburg Landkreis Goslar Region Hannover Landkreis Hildesheim Salzgitter Landkreis Wolfenbüttel Braunschweig Landkreis Wolfenbüttel Landkreis Peine Landkreis Hameln-Pyrmont Landkreis Helmstedt Wolfsburg Landkreis Gifhorn Landkreis Nienburg/Weser Landkreis Northeim Landkreis Osterode am Harz Landkreis Diepholz Freie Hansestadt Bremen Freie Hansestadt Bremen Hamburg Hamburg Königreich der Niederlande Nordrhein-Westfalen Hessen Thüringen Schleswig-Holstein Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Sachsen-Anhalt Osnabrück Landkreis Osnabrück Delmenhorst Oldenburg (Oldenburg) Landkreis Wesermarsch Landkreis Vechta Landkreis Emsland Landkreis Grafschaft Bentheim Landkreis Leer Emden Landkreis Leer Landkreis Cloppenburg Landkreis Ammerland Wilhelmshaven Mellum Landkreis Aurich Landkreis Aurich Landkreis Wittmund Landkreis Aurich Landkreis Friesland Landkreis Oldenburg Landkreis Cuxhaven Landkreis Osterholz Landkreis Verden Landkreis Stade Landkreis Harburg Landkreis Lüneburg Landkreis Lüchow-Dannenberg Landkreis Heidekreis Landkreis Uelzen Landkreis Celle Landkreis Rotenburg (Wümme)Karte
Über dieses Bild

Der Landkreis Göttingen ist der südlichste Landkreis Niedersachsens und umfasst das Gebiet um die Stadt Göttingen.

Geografie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Als äußerster Süden von Niedersachsen hat der Landkreis schon Anteil an den Vorbergen des Harzes im Osten und am Weserbergland im Westen. Seine höchsten Erhebungen liegen zwischen 420 und 580 Meter über NN. Hauptfluss ist die Leine, welche die zentral gelegene Kreisstadt Göttingen (150m) durchfließt; die Werra tangiert nur das nach Hessen vorragende Gebiet um Münden (125m). Die maximale Erstreckung des Landkreises beträgt in Ost-West-Richtung etwa 60 km, in Nord-Süd 15-25 km.

Nachbarkreise[Bearbeiten]

Er grenzt im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Northeim und Osterode am Harz (beide in Niedersachsen), an den Landkreis Eichsfeld (in Thüringen) sowie an den Werra-Meißner-Kreis, an den Landkreis Kassel, an die kreisfreie Stadt Kassel sowie deren Exklave Gut Kragenhof (alle in Hessen).

Naturschutzgebiete[Bearbeiten]

Flächenanteil Naturschutzgebiete im Landkreis Göttingen – nach Zahlen des NLWKN
FFH-Gebiete im Landkreis Göttingen, Quelle: NLWKN

Im Landkreis Göttingen gibt es zur Erhaltung wertvoller und gefährdeter Lebensräume sechs Naturschutzgebiete (NSG)[2]:

Landschaftsschutzgebiete[Bearbeiten]

Des Weiteren wurden vom Kreistag drei Landschaftsschutzgebiete (LSG) beschlossen:

Um die Naherholung zu fördern und der großen Arten- und Biotopvielfalt im südlichen Teil des Landkreises Rechnung zu tragen, wurde bereits 1959 (im damaligen Landkreis Münden) der Naturpark Münden geschaffen.

Auf der nebenstehenden Grafik sind die bis 2006 der EU gemeldeten Gebiete nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie im Landkreis Göttingen dargestellt. Die Gebiete mit einer roten Kreuzschraffur sind bereits als Naturschutzgebiete ausgewiesen.

Geschichte[Bearbeiten]

In Umsetzung der „Verordnung, betreffend die Amts- und Kreisverfassung in der Provinz Hannover“ wurde 1867 in der preußischen Provinz Hannover erstmals ein Kreis Göttingen, auch Steuerkreis genannt, bestehend aus den selbständigen Städten Göttingen und Hann. Münden und den Ämtern Göttingen, Münden und Reinhausen, für die Zwecke der Steuer- und Militärverwaltung eingerichtet.

Für die Zwecke der allgemeinen Verwaltung wurde im Rahmen der Einführung der „Kreisordnung für die Provinz Hannover“ 1885 der Landkreis Göttingen gebildet. Er setzte sich zusammen aus den Gemeinden der Ämter Göttingen und Reinhausen (ohne die Gemeinde Meensen und den Gutsbezirk Ellerode, die zum Kreis Münden kamen).[3] Verwaltungssitz des neuen Landkreises, der zum Regierungsbezirk Hildesheim gehörte, wurde die kreisfreie Stadt Göttingen. 1940 wurden die Gemeinde Nörten-Hardenberg und einige Flecken aus dem Landkreis Northeim in den Landkreis Göttingen eingegliedert.

Der Landkreis Göttingen wurde in seiner jetzigen Form im Rahmen der kommunalen Gebietsreform am 1. Januar 1973 eingerichtet.[4] Er wurde aus den 1885 geschaffenen Landkreisen Göttingen (zu dem seit 1964 auch die bis dahin kreisfreie Stadt Göttingen gehörte), Duderstadt und Münden, den Gemeinden Adelebsen und Unterbillingshausen des Landkreises Northeim und der Gemeinde Wollershausen des Landkreises Osterode am Harz gebildet.[5] Der Landkreis Duderstadt hatte zu diesem Zeitpunkt etwa 41.000, der Landkreis Münden etwa 45.000, der Altkreis Göttingen (ohne die Stadt) etwa 50.000 und die Stadt Göttingen mehr als 110.000 Einwohner.[6]

In den Jahren 2012 und 2013 entstanden Pläne, den Landkreis Göttingen mit den Kreisen Osterode am Harz und Northeim zusammenzufassen. Ein wichtiger Beweggrund dafür war, dass die niedersächsische Landesregierung nach einer Fusion Entschuldungshilfen, sogenannte "Fusionsprämien" an die neu entstandenen Kreise zahlt – vorausgesetzt, eine Fusion wird bis zum 31. März 2013 beschlossen. Neben der Entschuldungshilfe wollen die Kreise außerdem den zu erwartenden Bevölkerungsschwund auffangen.[7]

Anfang 2013 zog sich der Kreis Northeim von den Gesprächen zurück. Mitte Februar 2013 zeichnete sich nur noch der Zusammenschluss zwischen den Kreisen Göttingen und Osterode ab.[8] Die Kreistage von Göttingen (am 6. März 2013) und Osterode (am 11. März 2013) haben die Aufnahme von Fusionsverhandlungen beschlossen. Am 28. August 2013 stimmte der Göttinger Kreistag einer Fusion mehrheitlich zu.[9] Am 1. November 2016 wird dann der neue, größere Landkreis Göttingen (ab 2016) mit Göttingen als Kreisstadt entstehen, der am 1. Februar 2014 mit einem Gebietsänderungsvertrag beschlossen wurde.[10]

Politik[Bearbeiten]

Landräte[Bearbeiten]

Kreishauptmänner (Kreis Göttingen)[Bearbeiten]

  • 1868–1873 Valerian Graf von Pfeil und Klein Ellguth
  • 1873–1885 Georg Dieterichs

Landräte (Landkreis Göttingen)[Bearbeiten]

Kreistag[Bearbeiten]

Wahlergebnisse und Mandatsverteilung:

Kreistagswahl 2011
Wahlbeteiligung: 49,76 %
 %
40
30
20
10
0
35,77 %
32,53 %
19,80 %
4,43 %
3,72 %
2,32 %
1,37 %
0,06 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-2,64 %p
-5,20 %p
+6,65 %p
+3,75 %p
-0,04 %p
-3,95 %p
+1,37 %p
+0,06 %p
Parteien und Wählergemeinschaften  %
2011
Sitze
2011
 %
2006
Sitze
2006
 %
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 35,77 23 38,41 25 37,8 25
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 32,53 21 37,73 23 38,7 26
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 19,80 13 13,15 8 11,3 8
FWLG Freie Wählergemeinschaft Landkreis Göttingen 4,43 3 0,68 1 - -
DIE LINKE. Die Linke 3,72 2 3,76 2 2,3 1
FDP Freie Demokratische Partei 2,32 1 6,27 4 5,9 4
PIRATEN Piratenpartei Deutschland 1,37 1
ÖDP Ökologisch-Demokratische Partei 0,06 0
NPD Nationaldemokratische Partei Deutschlands - 1,1 0
Parteilos Parteilos 1 -
Gesamt 100,0 64 100,0 64 100,0 64
Wahlbeteiligung in % 49,76 50,38 55,6
  • 2001 Die Linke als PDS.

[11] [12]

Wappen[Bearbeiten]

Sitzverteilung im Kreistag
2
23
13
1
3
1
21
23 13 21 
Von 64 Sitzen entfallen auf:

Blasonierung: „Unter rotem Schildhaupt, darin ein schreitender goldener blaubewehrter Löwe, in Gold durch einen Maueranker verbunden, oben ein roter Schild mit silbernem Göpel, unten ein silbern unterlegtes sechsspeichiges rotes Rad.“

Verkehr[Bearbeiten]

Auf Grund der topografischen Gegebenheiten verlaufen die größeren Verkehrsachsen im Landkreis Göttingen in Nord-Süd Richtung.

Schiene[Bearbeiten]

Eine der wichtigsten Achsen des Nord-Süd-Verkehrs durchzieht im Leinetal den Kreis und die Kreisstadt. Hier verlaufen die älteste und die jüngste Bahnlinie im Kreis parallel.

Schon im Jahre 1854 entstand die Verbindung von der Residenzstadt Hannover nach Göttingen durch die Königlich Hannöverschen Staatseisenbahnen. Sie führte ab 1856 über Dransfeld-Hann. Münden weiter nach Kassel („Hannöversche Südbahn“). Etwa den gleichen Weg nimmt die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg der Deutschen Bahn, die 1991 vollständig den Betrieb aufgenommen hat.

1867 wurde die Bahnlinie Göttingen–Friedland–Arenshausen (–Halle) eröffnet. 1872 folgte die Verbindung Arenshausen–Hann. Münden über Eichenberg und Hedemünden (Halle-Kasseler Eisenbahn), 1876 Friedland–Eichenberg–Eschwege (–Bebra–Frankfurt, „alte Nord-Süd-Strecke“). Bereits 1884 wurde Arenshausen–Friedland wieder aufgegeben.

Der Knotenpunkt Göttingen erhielt um die Jahrhundertwende noch zwei weitere Verbindungen: Die Preußische Staatsbahn nahm 1910 die Bahnstrecke Göttingen–Bodenfelde („Oberweserbahn“) ins Weserbergland in Betrieb. Die Göttinger Kleinbahn AG – die spätere Gartetalbahn – erschloss mit einer Schmalspurbahn die östliche Umgebung bis ins Eichsfeld und zwar 1897 bis Rittmarshausen und 1907 bis Duderstadt. Von hier hatte allerdings die Preußische Staatsbahn schon 1889 eine Linie nach Wulften und 1897 nach Leinefelde geführt. Weiter östlich durchzog ab 1911 noch die Bahnstrecke Bleicherode–Herzberg den Kreis.

Seit 2006 sind die beiden Nord-Süd-Achsen, die Verbindung Halle–Münden–Kassel und die Oberweserbahn in Betrieb.

Mit dem Mündener Tunnel (10525 m, zweitlängster Tunnel Deutschlands) und dem Rauhebergtunnel (5210 m) befinden sich die beiden längsten Tunnel Niedersachsens im Landkreis.

Busverkehr[Bearbeiten]

Der Landkreis Göttingen ist Teil des Verkehrsverbunds Süd-Niedersachsen (VSN). Innerhalb der Stadt Göttingen und von dort aus nach Bovenden und Rosdorf fahren die Busse der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH (GöVB); in Hann. Münden verkehren Stadtbusse der Regionalbus Braunschweig GmbH. Außerhalb der Städte gibt es ein Regionalbusnetz verschiedener Busunternehmen des VSN.

Die auf Kassel ausgerichteten Gemeinden Staufenberg (Niedersachsen) und Hann Münden gehören zum Übergangsbereich zum Nordhessischem Verkehrsverbund NVV. Innerhalb dieses Bereiches gilt der VSN-Tarif, nach Kassel oder Witzenhausen derjenige des NVV.

Straße[Bearbeiten]

Durch das Kreisgebiet verläuft die Bundesautobahn 7 HannoverKassel in Nord-Süd-Richtung. Mit dem Dreieck Drammetal gibt es eine Abzweigung zur Bundesautobahn 38 nach Halle (Saale). Des Weiteren bildet die B 3 zusammen mit der B 27 im Landkreis nahezu eine Nord- / Südachse sowie eine Ost- / Westachse mit Schnittregion Göttingen. Dabei kommt die B 27 aus dem östlich gelegenen Eichsfeld, um in Göttingen einen senkrecht-südlichen Verlauf einzuschlagen, während die B 3 direkt aus Norden kommt und in Göttingen die Verlaufsrichtung auf Südwest ändert.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Wirtschaftsförderung für den Landkreis Göttingen wird durch die Wirtschaftsförderung Region Göttingen GmbH geleistet. Darüber hinaus hat sich die Südniedersachsenstiftung die Förderung der Entwicklung und des Wachstums des Landkreises und der Region Südniedersachsen in ihrer wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Gesamtheit zur Aufgabe gemacht.

Gesundheitswesen[Bearbeiten]

Aufgestellte Krankenhausbetten im Landkreis Göttingen
Krankenhaus Sitz 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Universitätsmedizin Göttingen (UMG) Göttingen 1449 1449 1449 1421 1391 1354 1339 1339 1339 1339 1339 1339
Asklepios Fachklinikum Göttingen
Psychiatrische Klinik; bis 2007 Niedersächsisches Landeskrankenhaus Göttingen
Göttingen 320 320 320 320 320 320 345 345 375 375 400 400
Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende
sowie mit dem Standort Bovenden-Lenglern
Göttingen-Weende 370 356 335 320 320 320 351 384 384 384 384 384
Asklepios Fachklinikum Tiefenbrunn
bis 2007 Niedersächsisches Landeskrankenhaus Tiefenbrunn
Rosdorf 176 176 176 176 176 176 176 176 176 176 176 176
Krankenhaus St. Martini Duderstadt 179 179 167 155 143 134 134 132 130 126 126 126
AWO-GSD Nephrologische Zentrum Niedersachsen (NZN) Hann. Münden 120 120 120 120 120 120 120 120 120 120 120 120
AWO-GSD Krankenhaus Hann. Münden
bis 2012 als Evangelisches Vereinskrankenhaus Hann. Münden zur ProDiako-Holding
Hann. Münden 155 155 155 155 155 125 125 119 119 119 119 116
Agaplesion Krankenhaus Neu Bethlehem
bis 2012 als Krankenhaus Neu-Bethlehem zur ProDiako-Holding
Göttingen 120 120 120 120 110 110 110 110 110 110 100 100
Krankenhaus Neu-Mariahilf
gehört seit März 2014 zum Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende[13]
Göttingen 135 135 128 128 123 118 118 118 115 104 104 104
Parkklinik am Hainberg, zuvor Hainberg-Klinik,
im Dezember 2012 erfolgte die Übernahme durch die Universitätsmedizin Göttingen
Göttingen-Oststadt 30 30 30 30 30 30 30 11 11 11 0 0
Gesamt 3054 3040 3000 2945 2888 2807 2848 2854 2879 2864 2868 2865

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Im Landkreis Göttingen, oberhalb von Bovenden befindet sich die Burg Plesse, eine mittelalterliche Burgruine. Zudem sind einige Altstädte sehenswert. Zur Pflege kultureller Einrichtungen wurde der Landschaftsverband Südniedersachsen als eingetragener Verein gegründet.

Medien[Bearbeiten]

Presse[Bearbeiten]

Im Landkreis Göttingen gibt es drei Tageszeitungen, deren Verbreitungsgebiete den vor der niedersächsischen Gebietsreform von 1972 bestehenden Altkreisen entsprechen. Im Altkreis Göttingen erscheint das Göttinger Tageblatt („GT“), im Altkreis Duderstadt das Eichsfelder Tageblatt („ET“) und im Altkreis Hann. Münden die Mündener Allgemeine („HNA“).

GT und ET gehören zur Madsack-Gruppe, die unter anderem die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) und die Neue Presse herausgibt; die überregionale Berichterstattung wird von der HAZ gekürzt und neu zusammengestellt übernommen. Die Lokalredaktionen von GT und ET kooperieren, sodass Artikel aus der einen Lokalausgabe in der jeweils anderen erscheinen, wenn sie für die jeweilige Leserschaft von Interesse sind; für die Leser des ET gibt es so regelmäßig eine Kurzzusammenfassung des Lokalteils des GT aus dem den Landkreis dominierenden Oberzentrum Göttingen.

Die Mündener Allgemeine ist eine Regionalausgabe der dem Ippen-Verlag (Münchner Merkur) gehörenden Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen (HNA) aus Kassel. Der überregionale Teil wird von der Zentralredaktion in Kassel übernommen. Für die Berichterstattung über das Land Niedersachsen sowie den Landkreis Göttingen unterhält die HNA eigene Redaktionen in Göttingen und Hannover. Die Inhalte aus diesen Außenredaktionen finden auch Verwendung in den beiden anderen niedersächsischen Ausgaben der HNA, der Sollinger Allgemeinen aus Uslar im Landkreis Northeim und der Northeimer Neuesten Nachrichten aus der Kreisstadt Northeim sowie dem in Herzberg, Osterode und Bad Lauterberg im Landkreis Osterode am Harz erscheinenden Harz-Kurier.

Radio und Fernsehen[Bearbeiten]

Als Bestandteil des Landes Niedersachsen gehört der Landkreis Göttingen zum Sendegebiet des NDR. Obwohl der NDR ein eigenes Außenstudio in Göttingen unterhält, gibt es keine regionalen Auseinanderschaltungen der NDR-Programme für den Landkreis. Allerdings hat das Kreisgebiet in der Berichterstattung der Regionalsendungen aus dem NDR-Studio Braunschweig, die das östliche und südliche Niedersachsen abdecken, einen nicht unerheblichen Anteil.

Im Altkreis Göttingen sowie Teilen des Altkreises Duderstadt und kleinen Randgebieten des Altkreises Hann. Münden kann zudem das nichtkommerzielle LokalradioStadtradio Göttingen“ mit seiner ausführlichen Lokalberichterstattung empfangen werden.

Die landesweiten kommerziellen Radiosender ffn und Hitradio Antenne strahlen regelmäßige Lokalfenster für das südliche Niedersachsen aus und betreiben hierfür Studios in Göttingen.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

(Einwohner am 31. Dezember 2013)[14]

Einheitsgemeinden[Bearbeiten]

  1. Adelebsen, Flecken (6513)
  2. Bovenden, Flecken (13.255)
  3. Duderstadt, Stadt, selbständige Gemeinde (20.860)
  4. Friedland [Sitz: Groß Schneen] (8008)
  5. Gleichen [Sitz: Reinhausen] (9010)
  1. Göttingen, Stadt mit Sonderstatus (116.891)
  2. Hann. Münden, Stadt, selbständige Gemeinde (23.668)
  3. Rosdorf (11.736)
  4. Staufenberg [Sitz: Landwehrhagen] (7910)

Samtgemeinden[Bearbeiten]

Mit ihren Mitgliedsgemeinden
* Sitz der Samtgemeindeverwaltung
Einwohnerzahlen in Klammern

  1. Bühren (532)
  2. Dransfeld, Stadt * (4310)
  3. Jühnde (1040)
  4. Niemetal [Sitz: Varlosen] (1511)
  5. Scheden (1894)
  1. Bilshausen (2298)
  2. Bodensee (824)
  3. Gieboldehausen, Flecken * (4090)
  4. Krebeck (1074)
  5. Obernfeld (962)
  6. Rhumspringe (1836)
  7. Rollshausen (835)
  8. Rüdershausen (862)
  9. Wollbrandshausen (613)
  10. Wollershausen (469)
  1. Ebergötzen * (1888)
  2. Landolfshausen (1077)
  3. Seeburg (1618)
  4. Seulingen (1350)
  5. Waake (1315)
Staufenberg Hann. Münden Bühren Scheden Rosdorf Friedland Dransfeld Jühnde Niemetal Adelebsen Bovenden Waake Gleichen Landolfshausen Bilshausen Göttingen Seulingen Ebergötzen Bodensee Seeburg Obernfeld Krebeck Wollbrandshausen Rollshausen Wollershausen Duderstadt Gieboldehausen Rhumspringe Rüdershausen Landkreis Göttingen Niedersachsen Hessen Landkreis Northeim Landkreis Northeim Landkreis Osterode am Harz ThüringenMunicipalities in GÖ.svg
Über dieses Bild

Partnerschaften[Bearbeiten]

Der Landkreis Göttingen unterhält Partnerschaften mit folgenden Städten und Verwaltungseinheiten:

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.

Bis in die 1990er Jahre erhielten Fahrzeuge aus den Altkreisen (ohne die Stadt Göttingen) besondere Erkennungsnummern:

Gebiet Buchstaben Zahlen
Altkreis Göttingen AA bis EZ 100 bis 999
KA bis LZ
NA bis NZ
TA bis TZ
VA bis VZ
XA bis XZ
ZA bis ZZ
Altkreis Münden HA bis HZ
MA bis MZ
SC bis SZ
UA bis UZ
YA bis YZ
Altkreis Duderstadt JA bis JZ
PA bis RZ
WA bis WZ

Seit dem 15. November 2012 sind auch das Unterscheidungszeichen DUD (Duderstadt) und HMÜ (Hann. Münden) erhältlich. Diese gelten jedoch nicht in der Stadt Göttingen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Alexander Engelhardt, Horst Henze [Hrsg.]: Der Landkreis Göttingen : Jubiläumsausgabe aus Anlaß des 100jährigen Bestehens des Landkreises Göttingen. Verlag Kommunikation u. Wirtschaft, Oldenburg, 1985. ISBN 3-88363-043-8
  • Rudi Ronge: Der Landkreis Göttingen : Geschichte, Landschaft, Wirtschaft. Stalling, Oldenburg, 1974.
  • Otto Fahlbusch: Der Landkreis Göttingen : in seiner geschichtlichen, rechtlichen und wirtschaftlichen Entwicklung. Reise, Göttingen, 1960.
  • Erwin Steinmetz: Geschichte des Landkreises Göttingen von 1807 bis zur Gegenwart im Überblick. In: Göttinger Jahrbuch. Bd. 34. 1986, Goltze, Göttingen, 1986. S. 145–182.
  • Sigmund Koritnig (Hrsg.): Zur Mineralogie und Geologie der Umgebung von Göttingen. 285 Seiten, VFMG, Der Aufschluß, Sonderband 28, Heidelberg, 1978 (pdf 42 MB).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landkreis Göttingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)
  2. NLWKN Naturschutzgebiete in Niedersachsen
  3. Kreisordnung für die Provinz Hannover (1884)
  4. Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden im Raum Göttingen vom 20. November 1972 (PDF; 37 kB)
  5.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 208.
  6.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 207.
  7. Info-Broschüre des Landkreises Göttingen zur Kreisfusion (PDF; 490 kB)
  8. NDR: Kreistag Osterode will Fusion mit Göttingen
  9. Landkreis Göttingen wird größer: Kreistag stimmt für Fusion mit Osterode auf Göttinger-Tageblatt.de
  10. Gebietsänderungsvertrag zwischen den Landkreisen Göttingen und Osterode am Harz, letzter Zugriff: 1. Februar 2014.
  11. [1] Ergebnisse der Kommunalwahlen 2001 und 2006
  12. [2] Ergebnis der Kommunalwahlen 2011
  13. http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Goettingen/Uebersicht/Evangelisches-Krankenhaus-uebernimmt-katholisches-Neu-Mariahilf-Goettingen
  14. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014)